Wall Street

Sorgen um Weltwirtschaft lasten auf US-Börsen

Enttäuschende Zahlen der chinesischen Exportwirtschaft haben an der Wall Street zu Wochenbeginn die Laune vieler Investoren verdorben. Im Oktober fiel das Ausfuhrvolumen der Volksrepublik überraschend kräftig.
Update: 10.11.2015 - 00:11 Uhr

Unsicherheit um Zinserhöhung belastet US-Märkte

Unsicherheit um Zinserhöhung belastet US-Märkte

New YorkEnttäuschende Konjunkturdaten aus China und eine pessimistischere Prognose für die Weltwirtschaft haben US-Investoren zu Wochenbeginn die Laune verdorben. An der Wall Street gaben die wichtigsten Indizes jeweils rund ein Prozent nach, die Anleger trennten sich am Montag von Aktien in den verschiedensten Sektoren. Den Börsianern bereitete Kopfschmerzen, dass das chinesische Exportvolumen im Oktober überraschend kräftig um 6,9 Prozent geschrumpft war. Die Einfuhren der Volksrepublik, die zu den wichtigsten Handelspartnern der USA gehört, nahmen sogar knapp 19 Prozent ab. Für Ernüchterung sorgte auch die Industriestaaten-Organisation OECD, die ihre Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum wegen Problemen in den Schwellenländern im kommenden Jahr auf 3,3 von bislang 3,6 Prozent senkte.

Der Dow-Jones -Index der Standardwerte schloss ein Prozent niedriger bei 17.730 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 gab ebenfalls rund ein Prozent nach und notierte bei 2078 Stellen. Das Barometer der Technologiebörse Nasdaq fiel um ein Prozent auf 5095 Zähler. In Frankfurt ging der Dax 1,6 Prozent schwächer auf einem Stand von 10.815 Punkten aus dem Handel.

Zweifel am Wachstum der erfolgsverwöhnten chinesischen Wirtschaft konnten der Wall Street in den vergangenen Wochen wenig anhaben. Doch die Rally könnte nun vorerst zu Ende sein, sagte Gary Kaltbaum, Präsident vom Finanzdienstleister Kaltbaum & Associates.

Bei den Einzelwerten ging es für die Anteilsscheine des Reiseportalanbieters Priceline mit einem Minus von gut neun Prozent besonders steil abwärts. Das Unternehmen enttäuschte die Anleger mit seiner Gewinnprognose für das laufende Quartal. Diesem Sog konnte sich auch Rivale Expedia nicht entziehen, die Papiere notierten 2,9 Prozent schwächer.

Diese US-Aktien liebt die Deutsche Bank

BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED SHARES DL 0,01

WKN
ISIN
US0605051046
Börse
L&S

-1,15 -4,43%
+25,43€
Chart von BANK OF AMERICA CORP. REGISTERED SHARES DL 0,01
Bank of America
1 von 15

Deutsche-Bank-Analyst David Bianco hat eine Liste von US-Aktien angefertigt, bei denen er für 2016 Wachstumspotenzial sieht. Die Werte haben folgende Faktoren gemeinsam: Sie werden von der Deutschen Bank zum Kauf empfohlen, sind sind unterbewertet, besitzen eine Marktkapitalisierung über zehn Milliarden Dollar und ihr Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt unter 22. Die Bank of America zählt zu diesen Werten.

Kursentwicklung (seit 1. Januar 2015): - 4,6 Prozent

JPMORGAN CHASE & CO. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US46625H1005
Börse
L&S

+1,71 +1,88%
+92,28€
Chart von JPMORGAN CHASE & CO. REGISTERED SHARES DL 1
JP Morgan
2 von 15

Die größte US-Bank JP Morgan konnte im dritten Quartal ihren Gewinn deutlich steigern. Das Geldhaus verdiente mit 6,8 Milliarden Dollar 22,3 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Durch Steuervergünstigungen nahm das Finanzinstitut allein 2,2 Milliarden Dollar ein. Die Aktien haben seit Jahresanfang allerdings nur leicht zugelegt. Dementsprechend niedrig ist das KGV (10,8).

Kursentwicklung: + 4,7 Prozent

KEYCORP REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US4932671088
Börse
L&S

-0,26 -1,55%
+17,25€
Chart von KEYCORP REGISTERED SHARES DL 1
Keycorp
3 von 15

Keycorp zählt zu den führenden bankbasierten Finanzdienstleistern in den USA. Die Tochtergesellschaften der Holdinggesellschaft bieten Privat- und Firmenkunden sowie Institutionen in 14 Bundesstaaten zahlreiche Services an. Im laufenden Jahr konnten die Papiere von Keycorp nicht überzeugen. Allerdings haben die Papiere Potenzial. Mit einem KGV von 11,5 sind die Aktien günstig bewertet. Der Gewinn je Aktien soll zudem im kommenden Jahr um über zehn Prozent steigen.

Kursentwicklung: - 8,1 Prozent

M AND T BANK CORP. REGISTERED SHARES DL -,50

WKN
ISIN
US55261F1049
Börse
L&S

+2,25 +1,55%
+145,91€
Chart von M AND T BANK CORP. REGISTERED SHARES DL -,50
M&T Bank
4 von 15

Die M&T Bank zählt zu den führenden US-Regionalbanken. Sie vereint die Aktivitäten der zwei Tochtergesellschaften Manufactures and Traders Trust Company und M&T Bank, National Association unter einem Dach. Besonders attraktiv entwickeln könnte sich im kommenden Jahr der Gewinn je Aktie. Dieser um 13,2 Prozent steigen. Das KGV hingegen bleibt mit 13,9 niedrig.

Kursentwicklung: - 4,3 Prozent

PNC FINANCIAL SERVICES GROUP REGISTERED SHARES DL 5

WKN
ISIN
US6934751057
Börse
L&S

+1,67 +1,36%
+124,96€
Chart von PNC FINANCIAL SERVICES GROUP REGISTERED SHARES DL 5
PNC Financial Services
5 von 15

PNC Financial Services betreibt 2900 Filialen und 7200 Bankautomaten in den USA. Im dritten Quartal 2015 betrug das Nettoergebnis rund 1,1 Milliarden Dollar. „PNC hatte ein solides drittes Quartal. Unser Quartalsergebnis spiegelt die Konsistenz unseres Geschäfts wider.“ Trotz der erfreulichen Zahlen bewegten sich die Papiere im laufenden Jahr kaum. Das könnte sich aber angesichts eines KGVs von 12,1 im kommenden Jahr ändern.

Kursentwicklung: + 0,8 Prozent

SUNTRUST BANKS INC. REGISTERED SHARES DL 1

WKN
ISIN
US8679141031
Börse
L&S

+2,63 +4,90%
+55,34€
Chart von SUNTRUST BANKS INC. REGISTERED SHARES DL 1
Suntrust Banks
6 von 15

Suntrust Banks ist eine Finanzholding. Die Gesellschaft und ihre Töchter bieten Privatkunden, Unternehmen und Institutionen Einlagen-, Treuhand- und Investment-Services. Über Tochtergesellschaften offeriert Suntrust auch Hypotheken, kreditverbundene Versicherungen, Vermögensverwaltung, Brokerage und Kapitalmarktservices. Im dritten Quartal 2015 verdiente die Holding 519 Millionen Dollar. „Unsere Strategie der Diversifizierung unseres Geschäfts, der Investition in Wachstumsmärkte und der Verbesserung unserer Effizienz bildet einen Mehrwert für unsere Kunden und unsere Anteilseigner“, so Suntrust-Chef Bill Rogers.

Kursentwicklung: + 1,6 Prozent

U.S. BANCORP REGISTERED SHARES DL -,01

WKN
ISIN
US9029733048
Börse
L&S

+2,04 +4,54%
+45,63€
Chart von U.S. BANCORP REGISTERED SHARES DL -,01
US Bancorp
7 von 15

Im Januar 2002 fusionierten U.S. Bank und die Firststar Bank zur US-Bancorp. Das Finanzinstitut betreibt 3000 Filialen in 25 Bundesstaaten. Die Kursentwicklung des laufenden Jahres lässt zu wünschen übrig. Seit dem 1. Januar haben die Papiere über fünf Prozent verloren. Der Gewinn je Aktie könnte 2016 dennoch um rund acht Prozent steigen. Das KGV bleibt mit 12,3 gleichzeitig gering.

Kursentwicklung: - 5,3 Prozent

Auch Yahoo kehrten die Anleger den Rücken. Einem Medienbericht zufolge holt sich der schwächelnde Internet-Pionier McKinsey ins Haus, um den Konzernumbau voranzutreiben. Yahoo-Aktien gaben 1,5 Prozent nach.

Im Fokus der Investoren stand zudem eine Fusion in der Holzbranche. Die Anteilsscheine von Plum Creek Timber schossen rund 17 Prozent in die Höhe. Der größere Rivale Weyerhaeuser will den Konzern für mehr als acht Milliarden Dollar kaufen. Der Weyerhaeuser-Kurs sank um drei Prozent.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 970 Millionen Aktien den Besitzer. 626 Werte legten zu, 2477 gaben nach und 92 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,84 Milliarden Aktien 848 im Plus, 1965 im Minus und 144 unverändert.

Die US-Kreditmärkte gaben nach. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren 4/32 auf 96-31/32. Die Rendite stieg auf 2,347 Prozent. Der 30-jährige Bond sank 13/32 auf 95-14/32 und rentierte mit 3,111 Prozent. Händler erklärten die Abschläge mit Spekulationen auf eine baldige Zinswende und der milliardenschweren Auktion von neuen Staatspapieren in dieser Woche.

  • rtr
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