Wall Street
US-Börsen fahren Verluste ein

Pharma- und Versicherungsunternehmen haben den Aktienkursen an den US-Börsen am Mittwoch einen Dämpfer versetzt. Ferrari legte zwar ein rasantes Börsendebüt hin. Dann gab der Aktienindex Dow Jones jedoch nach.

New YorkDeutliche Minuszeichen bei Pharma- und Versicherungsunternehmen haben am Mittwoch den Investoren an der Wall Street die Laune verdorben. Auch überzeugende Bilanzen von Konzernen wie Boeing oder General Motors konnten den Dow Jones am Ende nicht ins Plus retten. Allerdings waren die Kurse in diesem Monat meist gestiegen, weil die US-Notenbank ihre für September erwartete Zinserhöhung verschob.

Der Dow-Jones-Index fiel um 0,3 Prozent auf 17.168 Punkte, während der breiter aufgestellte S&P 500 um 0,6 Prozent auf 2018 Zähler nachgab. Beim Nasdaq betrug das Minus 0,8 Prozent auf 4840 Stellen.

Zu den Verlierern zählten Titel aus der Gesundheitsbranche. Der entsprechende Index sank um 0,9 Prozent. Präsidentschaftsanwärterin Hillary Clinton hatte Zweifel an Übernahmeplänen des Krankenversicherers Aetna geäußert, der einen Kauf des Rivalen Humana anstrebt, sowie des Wettbewerbers Anthem, der sich Cigna einverleiben will. Die Anteilsscheine der vier Unternehmen verloren zwischen drei und fünf Prozent.

In den Sturzflug gingen Aktien des Pharmaunternehmens Valeant, die mit einem Minus von mehr als 19 Prozent aus dem Handel gingen und zwischenzeitlich sogar um 40 Prozent nachgaben. Ein einflussreicher Spekulant hatte dem Konzern vorgeworfen, mit Hilfe von Spezialapotheken den Umsatz künstlich aufzublähen. Die Firma wies die Anschuldigungen zurück.

Gefragt waren dagegen Aktien der Opel-Mutter GM, die um 5,8 Prozent anzogen. Der Autobauer schnitt mit seinen Vierteljahreszahlen stärker als von Analysten erwartet ab. Auch Boeing erntete für seinen Zwischenbericht Beifall. Der Konzern schraubte wegen der Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen seine Jahresziele nach oben. Die Aktie legte um 1,7 Prozent zu.

Yahoo -Aktien gaben um 5,2 Prozent nach. Erlöse und Gewinn des Internet-Pioniers blieben hinter den Expertenprognosen zurück.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 860 Millionen Aktien den Besitzer. 888 Werte legten zu, 2173 gaben nach, und 135 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,89 Milliarden Aktien 717 im Plus, 2066 im Minus und 125 unverändert.

An den Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 99-24/32. Sie rentierten mit 2,03 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten um 1-5/32 auf 100-6/32 und hatten eine Rendite von 2,87 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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