Wall Street
US-Börsen schließen doch noch im Plus

Gewinne erzielt, Gewinne eingebüßt, leicht Gewinne wiedergeholt: Anleger brauchten am Montag an der Wall Street starke Nerven. Gute Daten aus Konjunktur und Wirtschaft ließen die Börsen stark starten, dann dominierte die Last der herben Verluste vom Freitag. Letztlich setzten sich doch die positven Nachrichten durch. Der Marktbericht.
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HB NEW YORK. Die US-Börsen haben dank positiver Konjunktur- und Unternehmensdaten am Montag leichte Gewinne verbucht. Der US-Autobauer Ford fuhr im dritten Quartal überraschend einen Gewinn ein, was die Aktie kräftig nach oben trieb. Für gute Stimmung sorgte auch der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager, der im Oktober überraschend auf den höchsten Stand seit April 2006 stieg. Zugleich erfreuten die Anleger positive Nachrichten vom US-Immobilienmarkt. Im Handelsverlauf hatten Gewinnmitnahmen die New Yorker Indizes zeitweise ins Minus gedrückt.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,8 Prozent fester bei 9789 Zählern, nachdem er im Handelsverlauf zwischen 9678 und 9858 Punkten gependelt war. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,6 Prozent auf 1042 Zähler. Die US-Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,2 Prozent auf 2049 Punkte. In Frankfurt ging der Dax mit einem Aufschlag von 0,3 Prozent auf 5430 Zähler aus dem Handel.

Um 8,3 Prozent nach oben ging es für die Ford-Aktien. Das Unternehmen hatte im Sommer von Kostensenkungen, einer Belebung seiner Finanzsparte und einem größeren Marktanteil profitiert und mehr Umsatz erwirtschaftet als erwartet.

Nach dem Zusammenbruch der Mittelstandsbank CIT erholten sich einige Bankenaktien wieder, obwohl die CIT-Titel selbst noch einmal 65 Prozent ihres Wertes einbüßten. Die Papiere von JPMorgan-Titel stiegen um 1,9 Prozent. Die Aktien der Bank of America legten 0,3 Prozent zu.

Comcast und General Electric kommen einem Zeitungsbericht zufolge dabei voran, Comcast einen Mehrheitsanteil an NBC Universal zu verschaffen. Das Geschäft könnte in der kommenden Woche öffentlich gemacht werden, berichtete die „New York Times“ unter Berufung auf Kreise. Die Comcast-Aktien notierten 0,1 Prozent im Plus, die General-Electric-Papiere legten 1,5 Prozent zu.

Auch eine Milliarden-Übernahme sorgte für heftige Kursschwankungen: Denbury Resources kauft Encore Acquisition für 3,2 Mrd. Dollar und steigt damit zu einer der größten nordamerikanischen Ölfirmen auf. Die Encore-Papiere sprangen um ein Fünftel in die Höhe, die Denbury-Aktien verloren dagegen gut zehn Prozent.

Für gute Stimmung sorgte der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager. Dieser stieg im Oktober überraschend auf den höchsten Stand seit April 2006. Positive Nachrichten kamen auch vom Immobilienmarkt, die Bauausgaben zogen im September überraschend um 0,8 Prozent an. Angekurbelt wurden sie von Rekordausgaben des Staates: Die öffentlichen Bauherren gaben so viel aus wie noch nie, nachdem sie sich im Vormonat noch zurückgehalten hatten. Auch die privaten Häuslebauer steigerten ihre Ausgaben so stark wie seit Juli 2003 nicht mehr.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,55 Mrd. Aktien den Besitzer. 1627 Werte legten zu, 1411 gaben nach und 98 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,43 Mrd. Aktien 1277 im Plus, 1414 im Minus und 108 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 12/32 auf 101-19/32. Sie rentierten mit 3,431 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 24/32 auf 103-25/32 und hatten eine Rendite von 4,274 Prozent.

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