Wall Street
US-Börsen schließen im Minus

Die US-Börsen sind am Freitag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der hohe Ölpreis lastete auf Titeln der Luftfahrt- und Transportbranche. Der Dow-Jones-Index verlor 0,2 Prozent auf 12.380 Punkte.
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New York/USADie US-Börsen haben ihren letzten Handelstag vor dem Start in die neue Bilanzsaison im Minus beendet.

Auf den Indizes lastete vor allem der Ölpreis, der durch die anhaltenden Kämpfe in Libyen weiter nach oben getrieben wurde - zugunsten von Rohstofftiteln, aber zum Nachteil von Luftfahrtwerten. Dieser negative Effekt setzte sich im Verlauf durch. Zudem schürte der hohe Ölpreis Befürchtungen, dass die Inflation weiter anzieht und die Konjunkturerholung ausbremsen könnte. Unmittelbar vor Beginn der Quartalsberichte in der kommenden Woche verharrten viele Anleger in Wartestellung. Von den Bilanzen erhoffen sich die Investoren neuen Schwung auf dem Parkett.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 12.450 und einem Tief von 12.320 Punkten. Er ging 0,2 Prozent leichter bei 12.380 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P sank um 0,4 Prozent auf 1328 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq schloss 0,6 Prozent tiefer bei 2780 Punkten. Auf Wochensicht ergibt sich für den Dow ein Plus von 0,03, für den S&P und die Nasdaq je ein Minus von 0,3 Prozent. In Frankfurt verabschiedete sich der Dax am Freitag 0,5 Prozent höher bei 7217 Zählern. Ein Barrel der US-Ölsorte WTI kostete mit 113,11 Dollar 2,6 Prozent mehr. Brent-Öl notierte 3,4 Prozent höher bei 126,89 Dollar.

Der Ölriese Chevron profitierte von dem Trend, seine Aktien stiegen um 0,6 Prozent auf 109,66 Dollar je Aktie. Der Arca-Airline-Index fiel dagegen um 2,7 Prozent. Der Dow Jones-Transport-Index büßte 1,7 Prozent ein. Das Handelsvolumen war so niedrig wie kaum zuvor in diesem Jahr, weil die Investoren lieber die ersten Quartalsberichte in der kommenden Woche abwarten wollten. Als erstes Unternehmen wird der US-Aluminiumhersteller Alcoa am Montag nach Börsenschluss seine Geschäftsergebnisse vorstellen, gefolgt von dem Internetriesen Google und den Großbanken JP Morgan Chase sowie Bank of America im Laufe der Woche.

Bei Einzeltiteln standen die in den USA gelisteten Aktien des Bergbaukonzerns Rio Tinto im Fokus. Das Unternehmen übernimmt nun doch die Kontrolle über den Minenbetreiber Riversdale. Rio Tinto legte 2,1 Prozent zu. Der Dollar geriet unter Druck, weil die Aussicht auf einen Haushaltsnotstand in den USA für Nervosität sorgte. Der Euro stieg auf 1,4464 Dollar. Die Gemeinschaftswährung wurde auch von Erwartungen auf weitere Zinserhöhungen in der Euro-Zone gestützt. An der New York Stock Exchange wechselten rund 821 Millionen Aktien den Besitzer. 987 Werte legten zu, 1945 gaben nach und 139 blieben unverändert.

An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,7 Milliarden Aktien 797 Titel im Plus, 1801 im Minus und 123 unverändert. Die zehnjährigen Staatsanleihen verloren auf 100-11/32 Punkte. Sie rentierten mit 3,58 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben auf 101-24/32 Zähler nach. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,64 Prozent.

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  • Guten Tag,.... Ewige Aufschwuenge; Traum ? Wirtschaftsdaten. Falsche Doktoren und Jobwunder gibt es eben nur in der Bundesrepublik Deutschland. Kein Wunder bei der Super Kanzlerin. Da kommen nicht einmal die Amis mit.Besten Dank

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