Wall Street
US-Börsen schließen im Minus

Die Griechenland-Krise hat den US-Börsen zugesetzt. Alle wichtigen Indizes schlossen im Minus. Zum Schluss flaute sogar Euphorie über den Börsengang von Linkedin ab.
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New YorkDie Schuldenkrise in Europa hat die US-Börsen am Freitag belastet. Die anhaltende Debatte über Möglichkeiten zur Lösung der Schuldenprobleme in Griechenland beunruhigte die Anleger. Die größte Sorge des Marktes blieb dabei, dass jede Art der Restrukturierung sich über die Landesgrenzen hinaus auswirken dürfte. Die Ratingagentur Fitch senkte außerdem ihre Bewertung für das krisengeschüttelte Griechenland um drei Stufen.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,7 Prozent tiefer auf 12.512 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gab um 0,8 Prozent auf 1333 Zähler nach. Der Index der Technologiebörse Nasdaq sank 0,7 Prozent auf 2803 Stellen.

In Frankfurt war der Deutsche Aktienindex (Dax) mit einem Minus von 1,2 Prozent auf 7266 Punkten aus dem Handel gegangen.

Bei den Einzeltiteln brach der Kurs der US-Modekette GAP um mehr als 17 Prozent ein, nachdem das Unternehmen das Gewinnziel für das Gesamtjahr heruntergeschraubt hatte. Grund dafür sind die höheren Kosten für Baumwolle, die durch Preisanhebungen nach Unternehmensangaben nicht aufgehoben werden können.

Auf der Gewinnerseite fand sich dagegen der US-Buchhändler Barnes & Noble wieder. Zuvor hatte Liberty Media dem Unternehmen ein Übernahmeangebot über 1,02 Mrd. Dollar vorgelegt. Der Barnes-Kurs sprang um gut 30 Prozent in die Höhe.

Am zweiten Tag nach dem Börsendebüt legten die Anteilsscheine des Online-Karrierenetzwerkes Linkedin zunächst um fünf Prozent zu. Im späten Handel fiel der Kurs allerdings, am Ende stand ein leichtes Minus von 0,6 Prozent auf 93,29 Dollar. Am Tag zuvor waren die Titel für 45 Dollar ausgegeben worden.

Bei ihrem Börsendebüt gaben die Anteilsscheine von New Mountain Finance 5,5 Prozent nach. Die Investmentgesellschaft hatte am Donnerstag mit IPO-Erlösen von lediglich 100 Mio. Dollar im Zuge einer schwachen Nachfrage die Märkte enttäuscht.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Eine der wenigen guten Nachrichten dieser Tage. LinkedIn wird wohl noch einiges von sich hören lassen in den nächsten Monaten.

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