Wall Street
US-Börsen schließen im Plus

Nach ihrer Thanksgiving-Pause haben die US-Börsen am Freitag weitere Kursgewinne eingefahren. Vor allem Finanztitel waren zum Wochenausklang gefragt. In der Finanzbranche mehrten sich Anzeichen, dass jüngste Liquiditätsmaßnahmen erste Erfolge zeigten. Unter Druck gerieten dagegen einige Einzelhändler am so genannten „Black Friday“, an dem das für das Gesamtjahr der Branche überaus wichtige Weihnachtsgeschäft startete.

HB NEW YORK. Die Anleger fürchteten, dass die Konjunkturflaute den Verbrauchern die Kauflaune verderben könnte. Energietitel litten an dem verkürzten Handelstag unter einem gesunkenen Ölpreis.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 1,2 Prozent im Plus bei 8829 Punkten. Im Verlauf pendelte er zwischen 8672 und 8831 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gewann knapp ein Prozent auf 896 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq legte 0,2 Prozent zu auf 1535 Punkte. Auf Wochensicht ergibt sich damit für den Dow ein Plus von knapp zehn, für den S&P von zwölf und für die Nasdaq von fast elf Prozent. An der Wall Street wurde am Freitag nur bis um 19.00 Uhr MEZ gehandelt. In Frankfurt schloss der Dax nahezu unverändert bei 4669 Punkten und fuhr auf Wochensicht einen Gewinn von 13 Prozent ein.

Am Mittwoch hatte der Dow den höchsten prozentualen Gewinn über vier Tage seit 1932 eingefahren. Am Donnerstag waren die US-Börsen wegen Thanksgiving geschlossen. Am Tag nach diesem größten Familienfeiertag in den USA begann nun ein langes Wochenende, von dem sich Einzelhändler Milliarden-Umsätze versprechen und das als richtungsweisend für die kommenden Wochen gilt. Im Weihnachtsgeschäft machen die Geschäfte mitunter bis zu 40 Prozent ihres Jahresumsatzes. Viele Marktteilnehmer befürchten wegen der Wirtschaftsflaute allerdings, dass die US-Bürger in diesem Jahr sparsamer sein könnten.

„Ich schaue mir heute vor allem den Einzelhandel an“, sagte Robert Finkel von Stifel Nicolaus. „Es ist viel darüber spekuliert worden, wie schlimm es wird - jetzt bekommen wir richtige Rückmeldungen.“ Die Aktien des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart fielen um 1,43 Prozent, Best Buy-Titel um 1,8 Prozent. Macy's-Papiere gewannen dagegen 5,6 Prozent.

Gefragt waren Finanztitel wie die Citigroup, deren Kurs 17,6 Prozent zulegte. Schon in den vergangenen Tagen sei das Interesse an Finanztiteln langsam wieder gewachsen, sagte Robert Francello von Apex Capital. „Ich glaube, dass die Investoren erste Zeichen für ein Auftauen der Kreditmärkte erkennen.“

Nach einem Bericht der „Financial Times“ über die angeschlagene Opel-Mutter General Motors richtete sich das Interesse der Anleger auch auf die Autowerte. GM soll dem Blatt zufolge mit bis zu 275 Mio. Dollar aus dem Verkauf und späteren Anmieten seiner Immobilien in Europa rechnen. GM-Aktien stiegen um knapp neun Prozent, während Ford-Papiere mehr als 25 Prozent zulegten.

Im Sog des Ölpreises verloren dagegen Energietitel wie Exxon, und Chevron. Exxon-Papiere büßten 0,9 Prozent ein, während Chevron-Titel 1,2 Prozent niedriger gehandelt wurden. Rohöl wurde 1,80 Dollar billiger zu 52,65 Dollar je Barrel gehandelt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 787 Mio. Aktien den Besitzer. 2071 Werte legten zu, 965 gaben nach und 81 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 774 Mio. Aktien 1702 Titel im Plus, 892 im Minus und 142 unverändert.

Die zehnjährigen Staatsanleihen legten im späten Handel um 51/32 auf 107-01/32 Punkte zu. Sie rentierten mit 2,929 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gewannen 11/32 auf 119-13/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 3,446 Prozent.

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