Wall Street
US-Börsen schließen im Plus

Enttäuschende Konjunkturdaten und Gewinnmitnahmen sorgten für einen wechselhaften Tag an der Wall Street. Trotzdem konnten die US-Börsen ein Plus verzeichnen.
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New YorkDie US-Börsen haben am Dienstag Gewinnmitnahmen und schwachen Konjunkturdaten getrotzt und nach einem wechselhaften Verlauf im Plus geschlossen. Händler verwiesen auf ein geringes Handelsvolumen und wenige Impulsgeber. Auch der Einbruch des US-Verbrauchervertrauens konnte die wichtigsten Indizes nicht lange im Minus halten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,2 Prozent höher bei 11.559 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 11.630 und 11.429 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 notierte ebenfalls 0,2 Prozent stärker bei 1212 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,6 Prozent zu auf 2576 Punkte. Der Dax schloss ein halbes Prozent im Minus bei 5643 Zählern.

Der Index für das Verbrauchervertrauen brach im August auf 44,5 Punkte ein nach 59,2 Zähler im Juli, wie das Conference Board mitteilte. Einen niedrigeren Wert wies das Barometer zuletzt im April 2009 auf. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Rückgang auf 52,0 Punkte gerechnet.

Angesichts des politischen Stillstandes in Washington sei allerdings ohnehin ein Rückgang erwartet worden, erläuterte Ron Kiddoo von Cozad Asset Management die vergleichsweise geringe Reaktion am Markt. „Die Märkte haben natürlich eins ausgewischt bekommen“, sagte John Derrick von U.S. Global Investors zu den Daten. „Aber wir haben uns erholt.“ Der Schwung vom Vortag halte weiter an.

Zu den Gewinnern zählten die Aktien von Barnes & Nobles mit einem Aufschlag von fast 15 Prozent. Die Buchhandelskette hatte im abgelaufenen Quartal einen etwas geringeren Verlust als vor Jahresfrist ausgewiesen.

Nach dem Bekanntwerden einer neuen Klage gegen die Bank of America fielen die Aktien des Geldhauses um 3,2 Prozent. Die Titel des Ölmultis Exxon schlossen nach der Unterzeichnung eines Abkommens mit dem russischen Energiekonzern Rosneft 0,3 Prozent im Minus. Boeing -Aktien legten um 2,2 Prozent zu.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,01 Milliarden Aktien den Besitzer. 1895 Werte legten zu, 1078 gaben nach und 112 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,85 Milliarden Aktien 1317 im Plus, 1197 im Minus und 115 unverändert.

Ein unerwartet starker Einbruch des US-Verbrauchervertrauens hat den Kursen von US-Staatsanleihen am Dienstag Auftrieb gegeben. Es werde nun zunehmend davon ausgegangen, das die US-Notenbank Fed weitere Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur ergreifen werde, sagten Analysten.

Die zehnjährigen Staatsanleihen stiegen um 25/32 auf 99-17/32. Sie rentierten mit 2,18 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 1-16/32 auf 104-07/32 und rentierten dabei mit 3,52 Prozent.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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