Wall Street
US-Börsen schließen zum Jahresausklang uneinheitlich

Uneinheitlich haben die US-Börsen den letzten Handelstag 2010 beendet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg bei niedrigen Umsätzen 0,1 Prozent auf 11.577 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 trat mit 1257 Zählern auf der Stelle. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verringerte sich dagegen im Zuge von Gewinnmitnahmen um 0,4 Prozent auf 2652 Stellen.
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HB NEW YORK. Nach der jüngsten Rally machten einige Börsianer am letzten Handelstag dieses Jahres Kasse. Die Umsätze blieben insgesamt aber recht dünn. "Alle Marktteilnehmer schauen bereits auf das kommende Jahr", sagte Rob Russell von Russell & Co. Vor dem Jahreswechsel wolle sich kein Marktteilnehmer mehr großartig positionieren. Börsianer sprachen von einem nachrichtenarmen Geschäft und einem ruhigen Handelsverlauf. In Frankfurt blieben die Börsen am Freitag geschlossen.

Für alle drei großen US-Indizes war es ein gutes Börsenjahr. Der Dow Jones legte 2010 um 11 Prozent zu. Der breiter gefasste S&P-500 stieg um 13 Prozent, die Nasdaq verbuchte ein Plus von 17 Prozent.

Bei den Einzelwerten standen am letzten Handelstag des Jahres die auch in den USA notierten Aktien des britischen Kinokonzerns Imax mit einem Kurssprung von zeitweise rund sechs Prozent auf 28,60 Dollar im Mittelpunkt. Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt der japanische Elektronikriese Sony ein Übernahmegebot für Imax von mindestens 40 Dollar je Anteilsschein.

Zu einer regelrechten Kursexplosion mit rund 40 Prozent kam es bei den Aktien von Universal American. Die Drogeriekette CVS Caremark bietet für das Medicare-Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten des US-Unternehmens rund 1,25 Milliarden Dollar. Die CVS-Aktien verbilligten sich um 0,7 Prozent.

Nur wenig bewegt zeigten sich die Aktien des Chemieriesen Dow Chemical mit einem Minus von 0,3 Prozent. Der Salz- und Düngemittelkonzern K+S hat das US-Unternehmen wegen der Übernahme von Morton Salt verklagt. K+S warf der Dow-Sparte Rohm & Haas vor, für den Verkauf des Unternehmens im vergangenen Jahr einen zu hohen Preis verlangt zu haben. Statt der gezahlten rund 1,58 Milliarden Dollar hätte der Endpreis nur bei 1,56 Milliarden Dollar liegen dürfen. Rohm & Haas schulde den Kasselern 14,6 Millionen Dollar plus Zinsen.

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