Wall Street
US-Börsen trotzen schwachen Konjunkturdaten

Der Dow Jones beendet den Handel trotz schwacher Konjunkturdaten mit einem Mini-Plus. Einige Aktien überraschen selbst erfahrene Börsianer.
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Düsseldorf/New YorkDie US-Börsen haben am Mittwoch nach den Kursverlusten der vergangenen Tage zugelegt. Die jüngsten Verkäufe lösten nach Angaben von Händlern technische Kaufreaktionen aus und auch Schnäppchenjäger stiegen wieder ein. Eine Rally an den Rohstoffmärkten verhalf darüber hinaus Konzernen aus der Branche zu Kursgewinnen. Einen Trend zeige der Kurszuwachs zur Wochenmitte aber nicht an, hieß es.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent fester mit 12.394 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 legte ebenfalls 0,3 Prozent zu auf 1320 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg 0,5 Prozent auf 2761 Stellen. In Frankfurt schloss der Deutsche Aktienindex (Dax) 0,3 Prozent fester mit 7170 Punkten.

Der weltgrößte Baumaschinen-Hersteller Caterpillar - Zulieferer für Bergbaukonzerne - trieb den Dow mit einem Plus von 1,6 Prozent an. Dank des höheren Ölpreises schätzen Investoren auch die Geschäftsaussichten für Energiekonzerne besser ein. Chevron-Aktien gewannen 0,9 Prozent, Papiere von Exxon Mobil legten 0,8 Prozent zu.

Wohnungsbauer gehörten ebenfalls zu den Gewinnern, nachdem der Luxushaus-Anbieter Toll Brothers eine steigende Nachfrage vermeldet hatte. Die Toll-Aktie gewann 1,7 Prozent. Das Papier von Applied Materials konnte Kursverluste im Tagesverlauf ausgleichen und gewann 1,1 Prozent.

Der Chipausrüster konnte zwar im abgelaufenen Vierteljahr Gewinn und Umsatz steigern, bekommt aber die Spätfolgen des Japan-Bebens zu spüren: Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet der Konzern mit einem Einbruch des Umsatzes um drei bis zehn Prozent. Grund ist, dass viele Chiphersteller den Ausbau ihrer Kapazitäten nach der Naturkatastrophe auf Eis gelegt haben.

Die Papiere des Versicherers AIG gaben vier Prozent nach. Die US-Regierung begann zweieinhalb Jahre nach der spektakulären Rettung ihren Rückzug aus dem einst weltgrößten Versicherer und warf 200 Millionen Aktien auf den Markt.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 0,96 Milliarden Aktien den Besitzer. 1961 Werte legten zu, 1031 gaben nach und 118 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,91 Milliarden Aktien 1713 Titel im Plus, 876 im Minus und 99 unverändert.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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