Wall Street wartet auf Intel-Zahlen
US-Börsen treten bis zuletzt auf der Stelle

Die US-Aktienmärkte haben sich am Dienstag kaum vom Fleck bewegt. Die Kurse pendelten in einer engen Spanne um den Vortagesschluss. "Der Markt wartet auf Intel, und die Anleger haben seit der Abstufung durch Merrill Lynch am Montag Angst vor den Zahlen", erklärte ein Händler.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones stieg leicht um 0,1 % auf 10 247 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte ebenfalls knapp 0,1 % auf 1115 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab ein viertel Prozent auf knapp 1932 Punkte ab.

Befürchtungen, das Gewinnwachstum von US-Unternehmen könne sich verlangsamt haben, haben in den vergangenen Wochen für Druck auf die Aktienkurse gesorgt. „Die Leute warten geduldig Neuigkeiten darüber ab, auf was sich die Unternehmen einstellen und mit welcher Art von Nachfrage sie rechnen“, sagte Aktienstratege Jack Caffrey von JP Morgan Private Bank.

Chefhändler Evan Olsen von Stephens Inc prognostizierte: „Intel nach Handelsschluss wird eine ziemlich große Sache.“ Potenziell positive Nachrichten für die Börsenentwicklung wie etwa rückläufige Ölpreise oder gute Quartalszahlen stellten die Anleger offensichtlich zurück. Die Geschäftsentwicklung von Intel gilt an den Märkten als Indikator auch für die Zahlen anderer Unternehmen aus der Technologiebranche. Die Aktien von Intel gaben 0,38 % auf 26,14 Dollar nach.

Bereits am Montag waren sie unter Druck geraten, nachdem die Investmentbank Merrill Lynch ihre Empfehlung für Aktien der weltweiten Chip-Branche gesenkt und ihre Einstufung für Intel von „buy“ auf „neutral“ herabgesetzt hatte. Am Dienstag stufte Morgan Stanley die Aktien von IBM herauf und gab den Papieren damit Auftrieb. Sie kletterten 0,4 % auf 85,25 Dollar.

Die Anteilsscheine des Pharmakonzerns Johnson & Johnson legten 0,9 % auf 55,38 Dollar zu. Das Unternehmen gab eine deutliche Steigerung von Gewinn und Umsatz im zweiten Quartal bekannt und erhöhte seine Prognose für das Gesamtjahr 2004. Johnson & Johnson rechnet nun einschließlich aller Wandelrechte mit einem Gewinn von 3,03 Dollar pro Aktie - drei Cent mehr als bislang prognostiziert.

Die Papiere von Merrill Lynch büßten 3,2 % auf 49,80 Dollar ein. Die Großbank erwirtschaftete das vierte Quartal in Folge einen Reingewinn von mehr als einer Milliarde Dollar, blieb beim Ergebnis je Aktie allerdings knapp unter den Analysten-Prognosen.

An der New York Stock Exchange wechselten insgesamt rund 1,2 Mrd. Aktien den Besitzer. 1723 Werte legten zu, 1553 gaben nach und 167 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von knapp 1,5 Mrd. Aktien 1486 im Plus, 1560 im Minus und 184 unverändert. An den US-Kreditmärkten lagen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel mit 7/32 im Minus bei 102-5/32Punkte zu. Sie rentierten mit 4,476 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 10/32 auf 102-7/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 5,219 %.

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