Walt Disney legte Zahlen über Erwartungen vor
Wall Street: "Der Markt klebt auf der Stelle"

Ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht hat am Freitag den Konjunkturoptimismus an der Wall Street gedämpft und die US-Börsen ins Minus gedrückt. Händler in New York sprachen allerdings von einem sehr ruhigen Handel, der in engen Grenzen verlaufen sei.

rtr NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete die Sitzung mit einem Verlust von 0,86% bei 9153,97 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index sank um 1,03% auf 980,15 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,12% nach auf 1715,59 Zähler. In der Wochenbilanz zeigten damit auch alle drei Indizes Verluste.

„Der Markt klebt auf der Stelle und wird weiterhin auf der Stelle kleben, bis wir eine entschiedene und klare Richtung bekommen, ob sich die wirtschaftliche Erholung nun durchsetzt oder nicht“, sagte Aktienhändler Jack Francis von UBS Investment Bank. Der Markt sei sehr ruhig gewesen, sagte David Memmott von Morgan Stanley. Die Wirtschaftsdaten seien nur wenig schwächer ausgefallen. Der Handel laufe seit Stunden in engen Grenzen.

Am Vortag hatten überraschend starke Daten zum Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal noch für Antrieb an den Börsen gesorgt, der allerdings bereits gegen Sitzungsende wieder nachließ. Zum Wochenschluss sorgte dagegen der Arbeitsmarktbericht zum vergangenen Monat für Ernüchterung unter den Investoren. So ging die Zahl der Beschäftigten im Juli unerwartet zurück. Die Arbeitslosenquote fiel zugleich auf 6,2 (6,4) Prozent, weil verstärkt Beschäftigte aus dem Erwerbsleben ausschieden. In den USA wird befürchtet, dass die erwartete Konjunkturbelebung zunächst nicht zu einer merklichen Entspannung am Arbeitsmarkt führen wird.

Der an den Finanzmärkten viel beachtete Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager stieg im Juli zwar so stark wie von Volkswirten prognostiziert und signalisiert damit erstmals seit fünf Monaten wieder ein Wachstum der Industrie. Börsianern zufolge hatten zahlreiche Anleger aber auf noch bessere Werte gehofft.

Zu den Kursverlierern zählten die Titel des Arzneimittel- und Medizintechnikherstellers Johnson & Johnson. Die Aktien gaben 2,63% auf 50,43 Dollar nach. Zuvor hatte die Investmentbank Merrill Lynch ihre Einstufung der Papiere nach unten korrigiert.

Auch der Kurs von ChevronTexaco verlor 1,47% auf 71,05 Dollar, obwohl die zweitgrößte US-Ölgesellschaft einen starken Anstieg des Quartalsgewinns bekannt gegeben hatte.

Angesichts der Kursverluste an den US-Kreditmärkten gerieten Aktien von Broker-Häuser unter Druck. J.P. Morgan Chase & Co gaben 1,69 Dollar oder 4,82% auf 33,36 Dollar nach. Die Titel gehörten zu den großen Tagesverlierern.

Aufschläge verzeichneten dagegen die Papiere von Walt Disney, die um 2,74% auf 22,52 Dollar zulegten. Der Unterhaltungskonzern hatte einen zehnprozentigen Zuwachs beim Quartalsgewinn ausgewiesen.

An der New York Stock Exchange wechselten bis Handelsschluss rund 1,46 Mrd. Aktien den Besitzer. 1039 Werte legten zu und 2082 gaben nach. Sieben Titel notierten unverändert. An der Nasdaq lagen die Umsätze bei 1,37 Mrd. Aktien. 923 Titel tendierten fester, während 2336 Werte nachgaben.

An den US-Kreditmärkten fielen nach einer erratischen Morgensitzung die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel nur leicht um 2/32 auf 93-23/32. Sie rentierten damit mit 4,416%. Die 30-jährigen Bonds legten dagegen um 9/32 auf 100-216/32. Ihre Rendite stellte sich auf 5,340%.

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