Warten auf Dell-Zahlen
US-Standardwerte schließen fester

Die US-Standardwerte haben am Donnerstag angesichts positiver Quartalsberichte und Konjunkturdaten fester notiert. Insgesamt drückte nach Angaben von Händlern aber der gestiegene Ölpreis auf die Stimmung.

HB NEW YORK. Die Technologiewerte wurden dagegen von schwachen Ergebnissen des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson belastet und beendeten den Handel kaum verändert. Der Dow-Jones-Index schloss 0,8 Prozent höher bei 10 749 Zählern. Seine Höchststand erreichte er bei 10 763,94 Punkten, seinen Tiefststand mit 10 664,33 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,4 Prozent auf 1 197 Zähler. Die Technologiebörse Nasdaq lag quasi unverändert bei 2 053 Punkten. Marktteilnehmer warteten mit Spannung auf die Vorlage des jüngsten Quartalsberichts des US-Computerherstellers Dell, der nach Börsenschluss erwartet wurde. Am Mittwoch hatte eine schwache Umsatzentwicklung des US-Netzwerkausrüsters Cisco die Börsen belastet.

Insgesamt drückte nach Angaben von Händlern auch der gestiegene Ölpreis auf die Stimmung. Dieser war nach einem Bericht der internationalen Energieagentur zeitweise bis auf 47 Dollar je Barrel gestiegen. In dem Bericht war unter anderem von einer stärker als erwarteten Nachfrage nach Öl die Rede. Der Anstieg des Ölpreises ließ Aktien von Ölunternehmen anziehen. So kletterten die Titel von ExxonMobil um 1,4 Prozent auf 56,34 Dollar.

Die Aktien des Versicherers American International Group stiegen um mehr als4 Prozent auf 72,59 Dollar. Am Vortag hatte der nach Marktkapitalisierung weltgrößte Versicherer ein Gewinnplus von elf Prozent ausgewiesen.

„Wir warten alle auf Dell“, sagte Evan Olsen von Stephen Inc. „Cisco war etwas enttäuschend und wir hatten deswegen einige Verkäufe gestern“, sagte er. Die in den USA notierten Ericsson-Aktien gaben um mehr als acht Prozent nach auf 28,83 Dollar.

Daten zum US-Handelsdefizit sowie zum Arbeitsmarkt wurden am Markt positiv aufgenommen. Das Handelsministerium hatte mitgeteilt, das Defizit im Dezember habe sich auf 56,4 Milliarden Dollar verringert. Es markierte damit aber immer noch die zweithöchste Summe in einem Monat seit jeher. Im Jahr 2004 ergab sich ein Außenhandelsdefizit in der Rekordhöhe von 617,7 Milliarden Dollar. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe verringerte sich in der Woche zum 5. Februar dagegen überraschend auf 303 000 - der niedrigste Stand seit Ende Oktober 2000.

Wie die US-Regierung zudem mitteilte, habe sich im Januar ein Haushaltsüberschuss von 8,67 Milliarden Dollar ergeben. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Überschuss von lediglich 5,20 Milliarden Dollar gerechnet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,51 Milliarden Aktien den Besitzer. 1846 Werte legten zu, 1486 gaben nach und 158 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,05 Milliarden Aktien 1439 im Plus, 1647 im Minus und 158 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen um 23/32 auf 101-11/32 nach. Sie rentierten mit 4,081 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben um 55/32 auf 113-26/32 nach und hatten eine Rendite von 4,474 Prozent.

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