Warten auf Notenbank-Sitzung
US-Technologietitel im Aufwind

Positive Analystenkommentare zu dem Börsenschwergewicht Oracle haben den Technologiewerten an der Wall Street am Montag Auftrieb gegeben. Die Kaufzurückhaltung der Anleger vor dem Zinstreffen der US-Notenbank (Fed) am Dienstag und weiteren Konjunkturdaten im Laufe der Woche bremste die Kursanstiege bei den Standardwerten.

Reuters NEW YORK. Der Dow-Jones-Index schloss um 0,29 % höher bei 9217 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index zeigte sich mit rund 980 Zählern um 0,31 % im Plus. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann hingegen 1,06 % auf 1661 Punkte.

Der geschäftsführende Direktor des Aktienhandels bei Wachovia Securities, Michael Murphy, rechnete vor dem Zinstreffen der Fed mit keinen großen Transaktionen und dementsprechend mit keinen großen Kursbewegungen. „Viele Ereignisse werden in dieser Woche erwartet, am Dienstag kommt die Fed .... ich erwarte nicht, (vor der Fed-Sitzung) größere Bewegungen zu sehen“, sagte er.

Bei dem Zinstreffen der Fed richtet sich das Augenmerk der Anleger vor allem auf den Konjunkturausblick der Währungshüter, da diese nach allgemeiner Einschätzung den Leitzins unverändert bei einem Prozent und damit auf dem niedrigsten Stand seit 45 Jahren belassen werden. Am Mittwoch werden dann Einzelhandelsdaten und am Donnerstag und Freitag neue Daten zur Preisentwicklung erwartet.

An der Technologiebörse Nasdaq ragten die Aktien der Softwarehersteller Oracle und Adobe Systems heraus, nachdem zwei Investmentbanken ihre Bewertungen für die Titel angehoben hatten. Oracle legten 3,4 % auf 11,68 Dollar zu. Adobe verbesserten sich um 4,6 % auf 33,26 Dollar.

Auch Aktien von Chipherstellern gehörten zu den Kursgewinnern, nachdem schlechte Geschäftsnachrichten von Nvidia Corp den Sektor am Freitag noch belastet hatten. Intel-Papiere gewannen am Montag 1,3 % auf 23,90 Dollar. Auch die Nvidia-Titel erholten sich deutlich und stiegen um 5,4 % auf 16,34 Dollar.

Hoffnungen auf eine spürbare Konjunkturbelebung hatten die Kurse an den US-Börsen seit Mitte März kräftig nach oben getrieben. Seit einigen Wochen allerdings verharren die Kurse in engen Spannen. Die Investoren scheuen davor zurück, weiteres Geld in Aktien zu investieren, weil die Kurse ihrer Auffassung nach die allmähliche wirtschaftliche Erholung bereits widerspiegeln.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,02 Mrd. Aktien den Besitzer. 1924 Werte legten zu, 1271 gaben nach und 202 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,19 Mrd. Aktien 1973 Werte im Plus, 1181 im Minus und acht unverändert. An den US-Kreditmärkten fiel der Kurs der zehnjährigen Staatsanleihen um 1-1/32 auf 99-2/32. Sie rentierten mit 4,36 %. Die 30-jährigen Bonds verloren 25/32 auf 101-7/32 und hatten eine Rendite von 5,29 %.

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