Warten auf US-Daten
Toshiba belastet Handel in Tokio

Ein Einbruch des Toshiba-Aktienkurses hat am Donnerstag die Tokioter Börse belastet. Die asiatische Leitbörse verlor zeitweise gut ein Prozent auf den niedrigsten Stand seit dem 22. Juli.

Reuters TOKIO. Der Dollar behauptete sich dagegen auf höherem Niveau, was Händler unverändert auf die große Zuversicht der Investoren über die Entwicklung der US-Wirtschaft zurückführten. Am Donnerstag stehen mit der ersten Schätzung zum Bruttoinlandsprodukt und dem Einkaufsmanagerindex für den Großraum Chicago gleich zwei möglicherweise marktbewegende US-Statistiken an. Mit Kursen um 1,1335/39 Dollar notierte die Euro leicht unter dem New Yorker Schlussniveau.

Im Tokioter Börsenhandel standen nach einem enttäuschenden Zwischenbericht vom Vortag die Aktien von Toshiba im Mittelpunkt. Zeitweise fiel der Kurs um rund zehn Prozent auf 413 Yen, nachdem er schon vortags um rund acht Prozent auf 460 Yen eingebrochen war. Mit 422 Yen schlossen Toshiba mit einem Tagesverlust von 8,26 % über dem Tagestief. Mehrere Banken stuften ihre Empfehlungen für den Notebook-Hersteller herunter, allen voran Credit Suisse Boston, die ein Kursziel von 400 nach zuvor 550 Yen setzten. Auch die Aktien von Siemens-Partner Fujitsu gerieten weiter unter Druck und verloren mehr als fünf Prozent auf zuletzt 496 Yen. „Toshiba, Fujitsu und andere waren gekauft worden, weil man auf eine Erholung hoffte. Aber jetzt sind viele Tech-Firmen mit ihrer Erholung im Sog von Restrukturierungen schon wieder am Ende“, sagte Tatsuyuki Kawasaki von Kaneyama Securities.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index verlor zum Schlussgong 0,7 % auf 9563,21 Zähler. In New York hatte der Dow-Jones-Index nahezu unverändert bei 9200 Punkten geschlossen und damit über dem Stand, den er zum Handelsschluss in Frankfurt mit minus 0,4 % erreicht hatte. Dagegen gab der Index der Technologiebörse Nasdaq um 0,6 % auf 1720,91 Punkte nach, etwa dem Niveau, das er schon zu Handelsschluss in Frankfurt erreicht hatte.

Im Devisenhandel profitierte der Dollar weiter von den Spekulationen auf einer Erholung der US-Wirtschaft, so dass der Euro gut einen Cent unter seinem EZB-Referenzkurs (1,1420 Dollar) vom Vortag notierte. Zum Yen zog der Dollar noch in New York auf Kurse über 120 Yen an und behauptete sich in Fernost gut über dieser psychologisch wichtigen Marke.

Von Reuters befragte Analysten erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt in den USA im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 1,5 % gestiegen ist, nach 1,4 % im ersten Quartal. Für den Chicagoer Einkaufsmanagerindex haben Analysten einen Anstieg auf 54,0 von 52,5 im Juni prognostiziert. Zudem könnte der Wochenbericht vom US-Arbeitsmarkt einen Tag vor den Monatsdaten am Freitag von Interesse sein. Dem Arbeitsmarkt gilt in den USA derzeit die größte Aufmerksamkeit.

Die US-Staatsanleihen hatten in Asien ihren Aufwärtstrend von New York fortgesetzt. Der Ölpreis war nahezu unverändert. Der Goldpreis zog dagegen auf 356,85 Dollar von 355,90 Dollar je Feinunze zum Handelsschluss in New York an.

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