Weiter Sorgen um Rettungspaket
US-Börsen starten mit Verlusten

Zwar hat der US-Senat dem Rettungspaket für die Finanzbranche zugestimmt. Aber noch ist nichts in trockenen Tüchern; vor der zweiten Abstimmung im Repräsentantenhaus bleiben die Anleger zurückhaltend. Die Börsen der Wall Street starten mit Verlusten.

HB NEW YORK. Auch angesichts weiterhin eingefrorener Kreditmärkte und schlechter Zahlen vom Arbeitsmarkt bleibt die Stimmung gedrückt. Der Dow-Jones-Index sank in den ersten Handelsminuten 1,3 Prozent auf 10 683 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,6 Prozent auf 1 142 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq notierte 1,1 Prozent schwächer bei 2 045 Punkten.

Zwei Tage nach dem überraschenden Nein des Repräsentantenhauses nahm der US-Senat das Rettungspaket für die Finanzbranche am Mittwoch Abend mit einer deutlichen Mehrheit an. Das unter anderem um eine großzügigere Garantie für Sparkonten erweiterte Paket soll nun am Freitag erneut im Repräsentantenhaus zur Abstimmung gestellt werden. Finanzminister Henry Paulson rief die Abgeordneten auf, die Hilfen schnell auf den Weg zu bringen. Das Scheitern des Pakets am Montag hatte Investoren weltweit in Panik versetzt und die Börsen auf Talfahrt geschickt.

Händler blieben daher am Donnerstag skeptisch. "Ich wette auf gar nichts, weil ich nicht weiß, was das Repräsentantenhaus tun wird", sagte Paul Mendelsohn von Windham Financial Services in Charlotte, Vermont. "Wenn dieser Gesetzentwurf dort nicht durchgeht, ist das Spiel aus." Die Kammer habe am Freitag die Möglichkeit, einen kompletten Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern.

Das jüngste Indiz für sinkende Ausgaben durch Verbraucher und Unternehmen lieferte die Hotelkette Marriott International: Das Unternehmen warnte davor, dass das kommende Jahr schwierig werde, und schickte damit seine Aktien auf Talfahrt. Die Papiere notierten in den ersten Handelsminuten mehr als vier Prozent im Minus.

Für Pessimismus sorgten zudem neue Arbeitsmarktdaten. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums stiegen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche überraschend. So wurden in der Woche zum 27. September 497 000 Anträge registriert, das ist der höchste Stand seit der Woche zum 29. September 2001. Für 16.00 Uhr MESZ wurden noch Daten zum Auftragseingang der Industrie im August erwartet.

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