Weitere Diskussionen über den Ölpreis
Dax ist angeschlagen

Ein wieder anziehender Ölpreis sowie negative Unternehmensnachrichten haben die Anleger am Dienstag überwiegend zum Verkauf ihrer Aktienbestände bewegt. Angeführt Angeführt von Kursverlusten des Konsumgüterkonzerns Henkel setzte der Deutsche Aktienindex (Dax) seine seit Anfang Juli begonnene Talfahrt fort.

HB FRANKFURT. Der Leitindex beendete den elektronischen Handel auf Xetra mit einem Minus von 1,27 % auf 3 944,88 Zähler. Von den 30 Dax-Werten verbuchten lediglich VW und Adidas-Salomon Kursgewinne. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 0,76 % auf 5 008,66 Punkte nach unten. Der TecDax fiel um 1,61 % auf 561,33 Punkte. Im späten Parketthandel bewegte sich kaum noch etwas. Der L-Dax schloss bei 3 942,56 Punkten, der L-MDax ging bei 5 003,92 und der L-TecDAX bei 561,37 Zählern aus dem Abendhandel.

Mit dem weiteren Indexrückgang ignorierte der Markt, dass das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in diesem und im kommenden Jahr in Deutschland ein deutlich höheres Wirtschaftswachstum als bislang erwartet. Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Wachstumsprognosen für Deutschland nach oben revidiert.

Diese beiden Nachrichten verhalfen dem Dax aber lediglich zur Eröffnung zu Kursgewinnen. Ein weiter steigender Ölpreis auf Grund von Befürchtungen über Lieferengpässe nach Sabotageakten im wichtigen Ölförderland Irak sowie ein anhaltend starker Euro versetzten die Investoren nicht gerade in „Kauflaune“, sagte ein Börsianer. Diese trübte sich nach schwächer als erwartet ausgefallenen US-Konjunkturdaten kurzzeitig weiter ein. Der an den Finanzmärkten stark beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) fiel im Juni auf 59,9 von 65,2 Punkten im Mai. Experten hatten einen Index-Rückgang auf 63 Punkte prognostiziert. Mit einem Stand von über 50 Zählern signalisiert der Index aber weiter eine expandierende Geschäftstätigkeit im US-Dienstleistungssektor.

Der Dax gelte charttechnisch als „angeschlagen“, nachdem das Börsenbarometer unter 3979 Punkte gesunken sei, sagte ein Händler einer Frankfurter Großbank. „Wir haben die technische Barriere um die 3980 Punkte nach unten durchbrochen,“ schlug ein anderer Händler in die gleiche Kerbe. Zudem hielten sich die Anleger einen Tag vor dem Beginn der Berichtssaison in den USA zurück. Andere Börsianer verwiesen auf negative Unternehmensnachrichten. „Vor der anstehenden Berichtssaison hat die Absenkung der Umsatzprognose von Henkel nicht gerade das Vertrauen der Anleger gefördert“, sagte Oliver Hauer, Händler bei M.M. Warburg. Die Umsätze der auf Xetra gehandelten Dax-Werte lagen mit 71 Mill. Titeln unter dem 90-Tagesschnitt.

Seite 1:

Dax ist angeschlagen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%