Westeuropa-Börsen
EuroStoxx schließt mit Abschlägen

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Dienstag mit Abschlägen geschlossen. Papiere von Ericsson verloren nach einer Gewinnwarnung mehr als 20 Prozent an Wert. Auch andere Titel aus der Branche litten unter der schlechten Stimmung. Ölwerte profitierten hingegen Händlern zufolge von den anziehenden Rohölpreisen.

Der europäische Leitindex Eurostoxx 50 verlor 0,32 Prozent auf 4 420,91 Punkte. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende Stoxx 50 gab um 0,83 Prozent auf 3 863,65 Zähler ab. Für den Euronext 100 ging es um 0,45 Prozent auf 1 033,29 Punkte nach unten. In Paris sank der CAC 40 um 0,57 Prozent auf 5 774,36 Zähler. Der Ftse 100 verlor 0,45 Prozent auf 6 614,30 Punkte.

Aktien des Mobilfunksektors gerieten nach einer Gewinnwarnung von Ericsson stark unter Druck. Anleger zeigten sich Händlern zufolge schockiert, dass der schwedische Netzausrüster die Prognose für das dritte Quartal wegen des Umsatzrückgangs im Bereich Mobilfunknetze gesenkt hatte. Greg Johannson, Analyst bei Redeye, verwies auf den starken Preiswettbewerb vor allem aus Indien, der auf die Gewinne drücke. Ericsson-Aktien brachen ein und verloren 23,81 Prozent auf 20,10 schwedische Kronen. Die WestLB senkte die Einschätzung der Titel von "Buy" auf "Reduce".

Im Sog der negativen Nachrichten verloren Titel von Nokia 3,24 Prozent auf 24,80 Euro. Papiere des französischen Telekomausrüsters Alcatel-Lucent fielen am Eurostoxx 50-Ende um 4,49 Prozent auf 6,59 Euro. Anteilsscheine der Vodafone Group gaben um 1,53 Prozent auf 173,60 Pence ab.

Titel von Carrefour gewannen in Paris 0,53 Prozent auf 47,71 Euro. Der Handelskonzern legt nach Börsenschluss seine Zahlen für das dritte Quartal vor. Händlern zufolge richtet sich der Blick der Investoren auf die derzeitige Wettbewerbssituation in Frankreich, wo der Ausblick angesichts von Liberalisierungsplänen der Regierung und Preiserhöhungen der Lieferanten unsicher sei.

An der Börse in London zählten Aktien von Northern Rock mit einem Plus von 3,35 Prozent auf 223,50 Pence zu den größten Gewinnern. Die Aktie drehte am Nachmittag ins Plus, nachdem der Vorstandsvorsitzende Matt Ridely bereits am Vormittag seinen Rücktritt angeboten hatte.

Aktien von Johnson Matthey sanken um 4,73 Prozent auf 1 753,00 Pence. Nach den Spekulationen über ein 2000-Pence-Angebot von Praxair hatten die Analysten von Evolution ihre Empfehlung von "Buy" auf "Add" gesenkt. Johnson Moatthey sei als Weltmarktführer immer ein Übernahmekandidat.

Minenwerte gerieten nach Abstufungen durch Morgan Stanley unter Druck. Aktien von Anglo American verloren 2,52 Prozent auf 3 320,00 Pence, und Papiere von Antofagasta gaben um 2,81 Prozent auf 829,00 Pence ab.

Öltitel profitierten von den steigenden Ölpreisen. Papiere von Royal Dutch Shell stiegen um 1,46 Prozent auf 2086,00 Pence je Aktie. BP rückten um 0,72 Prozent auf 627,00 Pence vor. Aktien von Total gewannen 1,36 Prozent auf 57,20 Euro.

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