Wiener Börse: ATX macht weiteren Schritt vorwärts

Wiener Börse
ATX macht weiteren Schritt vorwärts

Die Wiener Börse hat am Donnerstag mit Verlusten geschlossen. Zu den größten Verlierern des ATX-Index gehörten den zweiten Tag in Folge die Anteilsscheine eines Ziegelherstellers.
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WienDie Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 18,43 Punkte oder 0,61 Prozent auf 2979,17 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 29 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 3008 Punkten.

Nach einem impulslosen Handelstag rutschten am Nachmittag im Zuge der Veröffentlichung neuer US-Konjunkturdaten sowohl der ATX als auch die europäischen Leitindizes stärker in die Verlustzone. Die US-Daten zur Inflation im Januar sowie die wöchentlichen Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe fielen zwar wenig überraschend aus, wurden jedoch negativ von den Marktteilnehmern aufgenommen. Für etwas Unterstützung konnten OMV (plus 1,21 Prozent auf 34,41 Euro) sowie Verbund (plus 0,81 Prozent auf 28,70Euro) sorgen.

Zu den größten Verlierern des ATX gehörten den zweiten Tag in Folge die Anteilsscheine des Ziegelherstellers Wienerberger. Die Titel rutschten um 1,93 Prozent auf 15,03 Euro ab. In der Früh hatten die Analysten der Citigroup ihre Einschätzung für die Titel von "Hold" auf "Sell" nach unten revidiert und damit die Aktie unter Druck gesetzt. Händler sprachen außerdem davon, dass für Wienerberger ein Kursrückgang im Vorfeld der Zahlenvorlage nicht ungewöhnlich sei. Am kommenden Dienstag wird das Unternehmen Ergebnisse für 2010 veröffentlichen.

Bereits am Freitag wird der Stahlkonzern Voestalpine Quartalszahlen bekanntgeben. Im Hinblick darauf haben die Analysten der Deutschen Bank das Kursziel für die Papiere von 27 auf 35Euro erhöht. Die Anlageempfehlung "Hold" blieb jedoch unverändert. Die Experten der Credit Suisse halten hingegen an ihrer Kaufempfehlung für die Titel fest. Auch das Kursziel, welches derzeit bei 37Euro liegt, wurde im Vorfeld zu den erwarteten Unternehmensergebnissen nicht verändert. voestalpine schlossen jedoch mit einem Abschlag von 1,19 Prozent auf 33,20 Euro.

Klar im Minus beendeten auch Semperit die Sitzung, obwohl der Gummihersteller bekanntgegeben hatte, dass im Jahr 2010 beim Umsatz und Ergebnis ein Rekordergebnis erzielt werden konnte. Im Vergleich zum Vorjahr wurde der Umsatz um 17 Prozent und das Betriebsergebnis um 18 Prozent gesteigert. Analysten heimischer Banken hatten jedoch mit einer Umsatzsteigerung um mehr als 20 Prozent gerechnet. Semperit ermäßigten sich um 0,64 Prozent auf 38,90 Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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