Wiener Börse
Bankenwerte im Mittelpunkt des Interesses

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag mit Verlusten beendet. Der ATX fiel um 32,84 Punkte oder 1,32 Prozent auf 2 464,15 Einheiten.
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dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag mit Verlusten beendet. Der ATX fiel um 32,84 Punkte oder 1,32 Prozent auf 2 464,15 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 21 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2 485 Punkten.

Nach einem verhaltenen Start rutschte der Markt im Handelsverlauf sukzessive ins Minus. Kursrelevante Unternehmensnachrichten lagen Händlern zufolge nicht vor, der Markt folgte vor allem dem schwachen internationalen Börsenumfeld.

Zu den Aktien im Fokus zählten am Dienstag Bankwerte. Erste Group fielen um 2,33 Prozent auf 29,17 Euro. Raiffeisen International gaben nach einer Kaufempfehlung durch die Citigroup nur leicht um 0,78 Prozent auf 33,57 Euro nach. Die Analysten der Citigroup haben ihr Kursziel für die Aktie von 40 auf 41 Euro erhöht und ihre Empfehlung "buy" bestätigt.

Auch an anderen europäischen Börsen verloren Bankwerte angesichts der Ängste um einen höheren Kapitalbedarf der Banken. Als Hintergrund wurden am Markt die neuen, strengeren Basel-III-Eigenkapitalregeln für Banken genannt. Am Dienstag haben sich die Baseler Bankenaufseher auf neue Empfehlungen für verschärfte Eigenkapitalvorschriften für die Branche ("Basel III") geeinigt.

Details waren bis Börsenschluss nicht bekannt, Gerüchten und Medienberichten zufolge könnten sich die Bankenaufseher aber auf eine Tier-1-Quote von neun Prozent geeinigt haben. Belastet wurden die Bankaktien Händlern zufolge auch von einem Bericht des "Wall Street Journal", dem zufolge die Kreditrisiken der Banken bei den Stresstests zu gering angesetzt worden waren.

Auch die anderen ATX-Schwergewichte schlossen schwächer. So verloren Voestalpine 1,59 Prozent auf 24,82 Euro. OMV fielen bei hohem Volumen um 0,60 Prozent auf 26,48 Euro. Telekom Austria verloren leicht um 0,43 Prozent auf 10,38 Euro. Die Analysten von Barclays haben ihr Kursziel für die Aktie von 10,80 auf 11,60 Euro erhöht. Die Empfehlung "equal weight" wurde bestätigt.

Unter Druck kamen auch Immofinanz und fielen um 2,52 Prozent auf 2,75 Euro. Bei der am Dienstagabend nach Börsenschluss anstehenden Entscheidungen des ATX-Komitees wird am Markt eine mögliche Aufnahme der Aktie in den Wiener Leitindex erwartet. Immofinanz-Vorstandschef Eduard Zehetner gab sich zuletzt zuversichtlich hinsichtlich einer Indexaufnahme.

An der Spitze der wenigen Gewinner im prime market fanden sich Bene mit einem Plus von 4,45 Prozent auf 1,15 Euro. Agrana legten 1,72 Prozent auf 73,50 Euro zu.

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