Zinsentscheidung der Fed im Blick
US-Börsen treten auf der Stelle

Nach den kräftigen Aufschlägen der zurückliegenden Woche haben die Investoren an der Wall Street erst einmal eine Verschnaufpause eingelegt. Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag kaum verändert. Händlern zufolge beschlossen die Anleger, nach den kräftigen Kursgewinnen der Vorwoche erst einmal Kasse zu machen. Allerding rückten die am Mittwoch anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) und der schwache Dollar zunehmend in das Blickfeld der Anleger.

HB NEW YORK. In New York schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 0,04 % höher bei rund 10 391 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 gab 0,11 % auf 1164 Punkte ab. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 0,02 % auf rund 2039 Zähler.

„Wir sehen einige Gewinnmitnahmen. Wenn diese vorüber sind, sollte der Markt seinen Aufschwung fortsetzen,“ sagte Edgar Peters von PanAgora Asset Management. Am Freitag hatten positive US-Arbeitsmarktdaten den US-Börsen einen kräftigen Aufschwung beschert. Zusätzliche Unterstützung sollten Händlern zufolge die weiter sinkenden Ölpreise liefern. Sowohl in den USA als auch in Europa verbilligte sich Rohöl um rund einen halben Dollar je Barrel (knapp 159 Liter).

„Nach dem Feuerwerk in der vergangenen Woche wird es eindeutig einige Gewinnmitnahmen geben“, sagte Hugh Johnson von der First Albany Corp. Diese basierten aber auch auf einer Reihe von Sorgen, allen voran die Höhe der Aktienkurse. Diese seien jetzt angemessen bewertet und das lade zu Gewinnmitnahmen ein. „Zusätzlich glaubt die Wall Street nun, dass die Fed die Zinsen im November und im Dezember erhöhen wird - und das ist eine Änderung,“ sagte Johnson. Vor den jüngsten Arbeitsmarktdaten waren etliche Volkswirte davon ausgegangen, dass die Fed wegen der schleppenden Beschäftigungsentwicklung ihre angekündigte Politik maßvoller Zinserhöhungen verlangsamen und im November oder Dezember einen Zinsschritt ausfallen lassen werde.

Händlern zufolge rechnen die Finanzmärkte nun mit einer vierten Erhöhung des US-Leitzinses seit Juni um wiederum 25 Basispunkte auf dann zwei Prozent. Einen gleich großen Schritt erwarteten sie für Dezember.

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