Zinsspekulationen drücken die Börsen
US-Aktienmärkte verbuchen Verluste

Mit Verlusten haben die US-Aktienmärkte gestern den Handel beschlossen. Die stärker als erwartet gestiegenen US-Verbraucherpreise haben, so Börsianer, Spekulationen angeheizt, US-Notenbank Fed könnte ihre Leitzinsen früher als erwartet anheben.

HB NEW YORK. Der Standardwerte-Index Dow-Jones ging geringfügig niedriger bei 10.377 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 0,1 Prozent auf 1128 Zähler, während der Nasdaq Composite 0,3 Prozent auf 2024 Punkte nachgab.

Vor allem Finanzwerte, die vom Zinsniveau abhängig sind, hätten den Markt belastet, sagten Händler. Citigroup-Aktien schlossen 0,5 Prozent tiefer bei 50,95 Dollar. Titel von American Express verloren 3,1 Prozent auf 49,80 Dollar. Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium mitgeteilt, der Anstieg der Verbraucherpreise habe sich sich im März auf 0,5 Prozent von 0,3 Prozent im Februar beschleunigt. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 0,3 Prozent gerechnet.

Die Entwicklung verstärkte an den Märkten die Erwartung, dass die Zeit der historisch niedrigen Zinsen dem Ende entgegen gehe. Steigende Leitzinsen verteuern Kredite für Unternehmen und Verbraucher; gerade die Konsumausgaben waren aber ein wichtiger Faktor für die Konjunkturerholung in den USA.

„Der Schwerpunkt verschiebt sich hin zu den Zinsen und weg von der Konjunktur insgesamt“, sagte ein Analyst. „Die Zinsen könnten ein wenig schneller steigen, als die Leute erwartet haben, und wir sehen gerade die entsprechende Reaktion.“ Nach Börsenschluss wurden die Quartalsergebnisse der Technologiekonzerne Apple, AMD und Texas Instruments erwartet. Apple-Aktien gaben im Vorfeld 1,1 Prozent auf 26,64 Dollar nach, AMD-Papiere fielen 0,2 Prozent auf 17,12 Dollar. Texas Instruments schlossen ein Prozent im Minus bei 28,68 Dollar.

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