Zunehmende Angst vor Folgen der Finanzkrise: Konjunktursorgen belasten Asiens Börsen

Zunehmende Angst vor Folgen der Finanzkrise
Konjunktursorgen belasten Asiens Börsen

Sorgen um die Wirtschaftsentwicklung in den USA und Japan haben den asiatischen Aktienmärkten am Freitag deutliche Verluste beschert. Dazu trug auch ein Bericht über einen voraussichtlich unerwartet hohen Verlust der US-Investmentbank Merrill Lynch im Zuge der Hypothekenkrise bei.

HB SINGAPUR. In Tokio schloss der Nikkei-Index der 225 führenden Werte auf dem tiefsten Stand seit mehr als zwei Jahren. Er fiel um 1,9 Prozent auf 14 110 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 1,7 Prozent im Minus bei 1 377 Zählern. Auch die Börsen in Südkorea, Taiwan, Australien und Hongkong verzeichneten Verluste. Lediglich der Markt in Shanghai lag im Plus. Der Euro notierte wenig verändert, und der Goldpreis stieg zeitweise auf ein neues Rekordhoch.

Neue Sorgen über das Ausmaß der US-Hypothekenkrise entfachte ein Bericht der "New York Times". Das Blatt berichtete unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen, dass Merrill Lynch voraussichtlich 15 Mrd. Dollar wegen Problemen mit Hypothekengeschäften verlieren werde - fast doppelt so viel wie ursprünglich von dem Unternehmen geschätzt.

An der Tokioter Börse gerieten vor allem Handelskonzerne und Vermögensverwalter unter Druck. Die Aktien des größten japanischen Einzelhändlers Seven & I gaben um 6,3 Prozent nach. Die Papiere von Tokyu Land brachen mehr als sieben Prozent ein. "Die Leute sind nervös", sagte Portfolio-Manager Angus Gluskie von White Funds Management. Die US -Notenbank habe die Sorgen am Markt über die Risiken für die Konjunktur bestätigt.

Fed-Chef Ben Bernanke hatte am Donnerstag im Kampf gegen einen Wirtschaftsabschwung in den USA eine kräftigere Zinssenkung in Aussicht gestellt. Davon beflügelt schlossen die US-Börsen fester. Der Dow-Jones -Index der Standardwerte gewann nach einer Berg- und Talfahrt 0,9 Prozent auf 12 853 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,8 Prozent auf 1420 Zähler zu. Der Technologie-Index Nasdaq stieg um 0,6 Prozent auf 2488 Punkte. In Frankfurt hatte der Deutsche Aktienindex (Dax) indes 0,9 Prozent tiefer bei 7713 Punkten geschlossen.

Am Devisenmarkt in Fernost lag der Euro mit 1,4799 Dollar kaum verändert zum späten US-Handel. Zur japanischen Währung gab der Euro leicht auf 161,06 Yen nach. Der Dollar notierte bei 108,83 Yen und damit ebenfalls etwas tiefer.

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