Zurückhaltung vor Zahlenflut
Asien: Börsen geben leicht nach

Die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag uneinheitlich tendiert. Die Börse in Tokio schloss bei zurückhaltendem Handel praktisch unverändert, Singapur schließt etwas leichter.

HB TOKIO/SINGAPUR. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,02 Prozent auf 17 451 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,03 Prozent auf 1 706 Zähler. Die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan und Singapur lagen im Plus.

Der Aktienmarkt in Singapur hat am Dienstag nach negativen Vorgaben der Wall Street etwas leichter geschlossen. Der STI gab um 0,4 Prozent bzw. 14 Punkte auf 3 375 nach. Charttechnisch orientierte Anleger sehen eine starke Unterstützung des Index bei 3 330 Punkten, während es bei 3 400 Punkten einen Widerstand gebe.

„Der Markt sieht lustlos aus und die Volumen sind nicht sehr hoch. Die Standardwerte sehen sich weiter einem Verkaufsdruck ausgesetzt“, sagte ein Händler von Phillip Securities. Im Vorfeld der heißen Phase der Berichtssaison hätten sich zudem einige Anleger bedeckt gehalten, hieß es.

Bankenwerte erholten sich aufgrund eines positiven Konjunkturausblicks der geldpolitischen Behörde im Verlauf zwar etwas von ihren Anfangsverlusten, schlossen aber überwiegend im Minus.

In Japan hielten sich die Investoren vor einer Flut von Unternehmenszahlen und angesichts einer ganzen Reihe in der kommenden Woche bevorstehender Feiertage stark zurück, sagte Katsuhiko Kodama. Unter den Firmen, die am Dienstag ihre Zahlen vorlegen wollten, waren etwa Canon, Fanuc, KDDI und Elpida Memory.

Die Aktie von Japans größtem Haushaltsgerätehersteller Kao gab nach einer Senkung der Gewinnprognose 2,65 Prozent nach. Verluste verbuchten auch Chemiefirmen wie Sumito Chemical, Nissan Chemical Industries und Shin-Etsu Chemical, nachdem Goldman Sachs vielen Unternehmen der Brance in einem Bericht zurückhaltende Gewinnerwartungen für das Fiskaljahr 2007 prognostizierte.

Zu den Gewinnern gehörte der Autohersteller Nissan, dessen Papier nach der Ankündigung eines freiwilligen Frühverrentungsprogramms 0,66 Prozent zulegte. Durch das Programm sollen 1500 Stellen in Japan wegfallen, um der schwächeren einheimischen Nachfrage zu begegnen. Die Aktie der Öl- und Gas-Erschließungsfirma Inpex gewann 3,48 Prozent, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr wohl mehr als erwartet verdient hat.

Der Euro gab nach seinem Zweijahreshoch zur US-Währung in der vergangenen Woche nach und wurde mit 1,3563 Dollar gehandelt nach 1,3575 Dollar im späten US-Handel. Im Verhältnis zur japanischen Währung kostete der Euro 160,65 Yen nach 160,95 Yen in den USA. Der Dollar wurde für 118,42 Yen nach 118,54 Yen gehandelt.

In den USA hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte am Montag 0,33 Prozent tiefer bei 12 919 Punkten geschlossen. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel 0,23 Prozent auf 1480 Stellen. Der Nasdaq-Composite verlor 0,11 Prozent auf 2523 Punkte.

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