Internationale Presseschau
Russische Vaterlands-Liebe

Heute in der internationalen Presse: Die Herald Tribune kritisiert die Liquiditätsspritzen der Notenbanken, die Times hebt die Vorteile der indischen Wirtschaft gegenüber der chinesischen hervor und die New York Times blickt skeptisch auf die Pläne von Google und Microsoft, mit Gesundheit Geld zu verdienen. Das Fundstück des Tages: Die Presse aus Wien berichtet, wie eine Jugendorganisation den Schwund der russischen Bevölkerung bekämpft.

Subprime-Krise

Die internationale Presse schaut weiter auf die Krise der Finanzmärkte und ihre Auswirkungen auf das Geschäft der Finanzinvestoren. Während das Gros der deutschen Kommentatoren die Liquiditätsspritzen der Notenbanken befürwortet, geht die » Herald Tribune auf Distanz zu Europäischer Zentralbank & Co. „indem sie die Risiken von Investments reduzieren - selbst die strukturellen Risiken, die mit Liquiditätsengpässen verbunden sind -, ermutigen sie die Leute, solche Investments erneut zu tätigen“, kritisieren die Londoner. Jetzt sei es interessant zu sehen, wie viele Banken- und Hedge-Fonds-Manager ihre Jobs verlören. "Dies alleine könnte ein Ansporn sein, in Zukunft vorsichtiger zu sein."

Der » Guardian hat dem Quartalsbericht der Private-Equity-Firma Blackstone gelauscht, die ihren Gewinn von April bis Juni auf 774 Millionen Dollar verdreifacht hat. "Ich denke, dass es weniger Mega-Deals geben wird, bis sich der Kreditmarkt erholt hat", zitiert das Blatt den Blackstone-Präsidenten Hamilton James; gleichwohl sehe er keine Zeichen eines ökonomischen Abschwungs, schon gar nicht in den USA. Nebenbei erinnert der Guardian daran, dass Blackstone-Gründer Stephen Schwarzman durch den Börsengang 449 Millionen Dollar verdient, zu seinem 60. Geburtstag eine Drei-Millionen-Dollar-Party geschmissen hat und am liebsten Steinkrebse für 400 Dollar pro Tier isst.

Die » Financial Times Deutschland nimmt den ehemaligen US-Notenbank-Chef und frischgebackenen Deutsche Bank-Berater Alan Greenspan aufs Korn. "An den Märkten werden die Stimmen lauter, dass Greenspan den abrupten Wechsel von der Kreditschwemme zur -klemme mit zu verantworten hat", schreibt die Zeitung. "Tatsächlich hat nicht nur die Senkung der Zinsen auf das historische Tief von 1,0 Prozent die Exzesse am US-Häusermarkt begünstigt. Zu den Subprime-Krediten hat sich Greenspan lange sehr optimistisch geäußert. Noch im April 2005 pries er die Vorzüge der Subprime-Industrie und ihrer Instrumente - inklusive der in den USA gängigen variablen Zinsen. Genau die sind es, die jetzt vielen Hausbesitzern zum Verhängnis werden."

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