Internationale Presseschau vom 2.9.2009
Ebay Skype: Applaus für Win-Win-Deal

Die internationale Wirtschaftspresse kommentiert den Verkauf von Skype durch Ebay. Die Börsen-Zeitung sieht die Banken angesichts der Kreditklemme in der Zwickmühle. Vedomosti setzt für Lada eine Spar-Agenda auf. Der indische Financial Express beleuchtet Nokias Pläne in China. Fundstück: Gute Goldman-Kerle.

Ebay verkauft 65 Prozent des VoIP-Anbieters Skype für rund 1,9 Milliarden US-Dollar an ein Konsortium um die Investmentgesellschaft Silver Lake, zu dem Netscape-Urgestein Marc Andreesen und sein Partner Ben Horowitz gehören. Das Wall Street Journal geht der Frage nach, ob Skype für Ebay insgesamt ein Verlustgeschäft war oder nicht. Vor dem Hintergrund, dass Skype durch den Deal mit rund 2,75 Milliarden Dollar bewertet werde - eine Summe, die nah am damaligen Kaufpreis von 2,6 Milliarden Dollar liege -, sehe die Bilanz für Ebay nicht schlecht aus. Auf operativer Ebene sei Skype kein großer Verlustbringer gewesen: 2006 habe die Firma zwar 27 Millionen Dollar Verlust geschrieben, in diesem Jahr habe sie jedoch bereits 76 Millionen Dollar zum Gewinn von Ebay beigetragen. Als Ursache für den Verkauf erkennt das Blatt die Einsicht bei Ebay, dass man selbst nicht über die technologischen oder strategischen Fähigkeiten verfüge, um Skype stärker in einen Bezahldienst zu verwandeln.

Die Financial Times applaudiert der früheren Ebay-Chefin Meg Whitman im nachhinein für den Kauf von Skype - eines der vergleichsweise gut performenden Investments der vergangenen fünf Jahre. Dass eine "kluge Gruppe" an Private-Equity-Investoren und Risikokapitalgeber bei Skype einsteigen, sei mit dem kontinuierlichen Umsatzwachstum (rund 25 Prozent, Jahr für Jahr) sowie der großen Nutzerschaft (über 100 Millionen registrierte Kunden) zu erklären. Hinzu komme, dass der Anteil der "SkypeOut minutes" - die Zeit, in der die Kunden kostenpflichtig ins Fest- oder Mobilfunknetz telefonierten - im vergangenen Jahr um die Hälfte gestiegen sei.

Auch das Barron's Magazine stellt Ebay ein gutes Zeugnis aus. Nicht nur der Kaufpreis sei gut, außerdem werde Ebay von dem vermutlich bald folgenden Börsengang des VoIP-Dienstes profitieren. "Hauptsächlich kann sich Ebay jetzt wieder seinem Kerngeschäft widmen, Dinge zu verkaufen und Gebühren für die Verkäufe zu erzielen, statt zu versuchen, als Telekommunikationsfirma zu agieren."

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