Internationale Presseschau vom 22.7.2009
Apple wächst gegen die Rezession

Die internationale Wirtschaftspresse applaudiert dem Elektronikkonzern Apple zu den hervorragenden Quartalsergebnissen. Cinco Dias und die Financial Times Deutschland beäugen kritisch den Konflikt zwischen Porsche und VW. Vedomosti berichtet über die wahren Gründe von Chodorkowskis Inhaftierung. Fundstück: Achtung, Börsenfinsternis.

Mit einer kräftigen Umsatzsteigerung und Berichten über Lieferengpässen bei Macintosh-Computern und iPhones stemmt sich Apple gegen die Rezession, schreibt das Wall Street Journal. Das Unternehmen habe im zweiten Quartal - verglichen mit dem Vorjahreszeitraum - sieben Mal so viele iPhones verkauft. Mit den Smartphones habe Apple so rund 1,7 Milliarden Euro verdient, mehr als mit den iPods. Der Gewinn sei um 15 Prozent auf rund 1,23 Milliarden Euro gestiegen. "Damit hat Apple selbst die optimistischen Erwartungen der Analysten bei weitem übertroffen", kommentiert die Zeitung. Ein Schwachpunkt sei allerdings der Absatz der MP3-Player, der um sieben Prozent abrutschte. Auch mit den Laptops habe Apple wegen Preissenkungen deutlich weniger verdient.

Für die Financial Times sind die guten Quartalsergebnisse von Apple umso bemerkenswerter, als in den Berichtszeitraum die Vorstellung des neuen iPhones 3GS und die Halbierung der Preise für das alte Modell gefallen sind. Apple habe gut daran getan, ein "ganzes technologisches Ökosystem" um seine Smartphones mit rund 45.000 zusätzlichen Miniprogrammen zu entwickeln. Die Konkurrenz von Nokia und Blackberry habe gerade ein Mal 2000 solcher Applikationen im Angebot. Der rückläufige Absatz bei den iPods liege zum großen Teil an der Konkurrenz durch die Handys aus dem eigenen Haus. Auch das Geschäft mit Desktop-Computern sei weiter rückläufig - zugunsten von Macbooks; deren Absatz sei um fast 13 Prozent gestiegen.

Auch wenn die Wirtschaft bleich sei und es dem Apple-Chef Steve Jobs momentan gesundheitlich nicht sehr gut gehe - seine Firma sei in bester Form, schreibt Forbes. Die guten Zahlen, die Apple vorgelegt habe, seien eigentlich sogar eine Untertreibung. Das Geschäft mit den Abo-Angeboten rund um Apple-TV und das iPhone sei in die Quartalszahlen noch nicht eingeflossen. Andernfalls läge der Gewinn bei 1,85 Milliarden Dollar. Der Verkauf von Desktop-Computern habe allerdings unter der Wirtschaftskrise gelitten. "Viele Unternehmen verzichten auf den Kauf der professionellen High-End Modelle von Apple", glaubt das Blatt.

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