Internationale Presseschau vom 31. Juli 2007
Nach dem Bullen ist vor dem Bullen

Während die deutschen Wirtschaftszeitungen entsetzt auf das Desaster der Mittelstandsbank IKB blicken, herrscht in der internationalen Presse ein fast heiterer Optimismus. Das Fundstück liefert heute die australische Zeitung The Australian: Sie erklärt, warum auf George W. Bush große Hoffnungen für eine bessere Schuhmode ruhen.

Weltwirtschaft / Finanzmärkte

In der internationalen Presse beurteilen die Kommentatoren die Lage der Weltwirtschaft trotz der der Turbulenzen an Aktien- und Finanzmärkten optimistisch.

Man dürfe bei allen Kursturbulenzen der vergangenen Woche nicht vergessen, dass die Weltwirtschaft eine in der Menschheitsgeschichte beispiellose Wachstumsphase erlebe, schreibt der Unternehmensberater David Hale in einem Gastbeitrag für das » Wall Street Journal. Die Globalisierung seit dem Ende des Kalten Krieges habe enorme Kräfte freigesetzt - und anders als in früheren Wachstumsphasen seien diesmal nicht zwei Drittel der Menschheit von der Entwicklung ausgeschlossen. "Die Wachstumsrate von fast 120 Ländern wird in diesem Jahr 4% erreichen", schreibt der Autor. "Es gibt auf der ganzen Welt nur vier Länder, deren Wirtschaft schrumpfen wird: Nord-Korea, Zimbabwe, Somalia und Fiji."

Die Londoner » Times gewinnt den Liquiditätsengpässen auf den Finanzmärkten sogar etwas Positives ab. Zwar sei die lange Phase des Bullen-Markts (2003 bis 2007) vorbei. Jetzt schließe jedoch "ein neuer Bullen-Markt" an, den "Top-Qualitäts-Firmen" mit soliden Profiten und hoher Eigenkapitalquote dominierten. "Dieser neue Bullen-Markt mag zwar nicht so jung und energiegeladen wie seine Vorgänger sein, ihm könnte dennoch eine lange und ertragreiche Herrschaft blühen (man denke an Prince Charles, wenn er König Charles III wird)", schreibt das Blatt.

Weniger optimistisch ist die » Financial Times Deutschland , in der Lucas Zeise die aktuellen Turbulenzen an den Finanzmärkten nicht als gesunde Korrektur einiger spekulativer Übertreibungen, sondern als "fundamentale Schwäche der boomenden Weltwirtschaft bewertet" - sie signalisiere das Ende des zyklischen Aufschwungs.

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