Presseschau
Apple sperrt die Nutzer ein

Apples Ankündigen auf der Entwicklungskonferenz dürften bei vielen Unternehmen wie eine Bombe eingeschlagen sein. Vor allem der Online-Speicher iCloud sorgt für Wirbel. Die Wirtschaftspresse analysiert die Updates.
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Mit dem neuen Service iCloud, den Apple am Montag vorgestellt hat, bringe sich der Konzern auf Jahre in eine dominante Position, kommentiert das Wall Street Journal. Das Erfolgsgeheimnis des Elektronikherstellers liege nicht nur in der großen Breite seiner Produktpalette, sondern auch an der Einfachheit, wie die Geräte zusammen funktionieren. „Ein Service wie iTunes wirkt wie Kleber, der die Konsumenten an nachfolgende Produktgenerationen bindet“, so das Blatt. Der neue Service iCloud, der den Nutzern erlauben werde, von allen Apple-Geräten auf verschiedenste eigene Dateien zuzugreifen, sorge gleichzeitig für zusätzliches „digitales Gepäck“. Das unwiderstehliche daran sei nicht die einmalige Technologie, schließlich hätten Amazon und Google ähnliches in petto. „Vielmehr tut Apple mehr, um seine User einzusperren“, analysiert das WSJ. Je mehr Inhalte den Apple-Servern überlassen würden, desto höher sei die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden weiterhin Apple-Geräte kauften.

Apples Ankündigungen schlagen wie eine Bombe ein

Apples Ankündigungen auf der gestrigen Entwicklungskonferenz seien bei vielen Unternehmen wie eine Bombe eingeschlagen, darunter Blackberry, dessen Messenger BBM für viele als letzter Grund gelte, das Gerät zu benutzen, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters. Dem stelle Apple seinen neune Service „iMessage“ gegenüber, der nun erlaube, Unterhaltungen etwa auf dem iPhone zu beginnen und auf dem iPad fortzusetzen. Schlechte Nachrichten gebe es auch für den Anbieter Dropbox, dem Apple nun seinen neuen Online-Speicher iCloud gegenüberstelle. Ähnlich hart treffe es die App Instapaper, deren Funktion, interessante Inhalte zur späteren Lektüre abzuspeichern, nun zum Standardfeature im Apple-Browser Safari geworden sei. Die Reaktion des Entwicklers von Instapaper sei live auf Twitter erfolgt: „Shit“.

Eingesperrt in der Apple-Zone

Die Financial Times sieht mit Apples Einstieg in das Cloud-Computing eine neue Ära gekommen, die jedoch gleichzeitig neue Fragen aufwerfe. Dabei gehe es nicht so sehr um die Sicherheit der Daten, die nach Meinung des Blattes kein Problem darstelle. Die Daten auf einem Server seien mitunter sicherer als auf einem heimischen PC. Die wichtigere Frage sei die nach Eigentum und Kontrolle der Daten. Dabei verweist das Blatt auf die Debatte, ob Facebook Eigentümer der Fotos seiner Nutzer sei oder nicht. Besorgniserregender sei, dass die Betreiber so genannter Wolken einen hohen Anreiz hätten, die Nutzer in ihrem eigenen Bereich zu halten. „So könnte es geschehen, dass man sich eingesperrt in einer Apple-Zone wiederfindet“, warnt das Blatt. Darüberhinaus bekämen die Betreiber ungeahnte Informationen über unsere Gewohnheiten und unser Verhalten, was zwar den Service personalisiere, den Konzernen jedoch Möglichkeiten biete, „uns in die eine oder andere Richtung zu stupsen“.

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  • Microsoft hat uns seit Jahren "im Knast eingesperrt". Was Apple anbietet ist die Freiheit Deviceunabhängig zu arbeiten. Vorteile ohne Ende. innovation pur. Apple befreit uns aus der Windows-Knechtschaft, aus der Virenzelle und der Innovationsbremse. Die Wortwahl dieses beitrags scheint aus der Feder von Microsoft zu stammen. Neutral gesehen bringt Apple uns endlich die ersehnte freiheit und Innovation zurück, die Microsoft uns als seine Gefangenen vorenthalten hat. So sind die Fakten und nicht anders herum!

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