Presseschau
Banken kaufen Schulden zurück

Die Commerzbank hat bei der Stärkung ihrer Kapitaldecke einen weiteren Schritt nach vorne gemacht – doch weder Anleger noch Analysten vollkommen überzeugt. Weitere Themen der Presseschau: Soros' teure Ex-Freundin.
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Die Commerzbank hat bei der Stärkung ihrer Kapitaldecke einen weiteren Schritt nach vorne gemacht – und offenbar die Anleger vergrätzt. Der Tausch von nachrangigen Anleihen in Aktien brachte dem Geldhaus 776 Millionen Euro ein, verwässerte aber die Anteile bisheriger Aktionäre. (Handelsblatt, Spiegel)

Weil Hybridanleihen künftig nicht mehr als Kernkapital gelten, kaufen Europas Banken diese Papiere kräftig zurück, erläutert die Financial Times Deutschland.

Letztlich musste sich die Commerzbank aber mit deutlich weniger zufriedengeben. "Das ist kein Geniestreich, aber auch kein Weltuntergang", sagte Analyst Ingo Frommen von der Landesbank Baden-Württemberg dem Wall Street Journal Deutschland. Aus seiner Sicht ist das Thema für die Commerzbank damit abgeschlossen. Einen weiteren Tausch von Anleihen in Aktien dürfte es nicht mehr geben.

Die Stärkung des Eigenkapitals beschäftigt auch andere Banken: Mit Erster Bank, der Raiffeisen Bank International und der Hypo Alpe Adria wollen drei österreichische Institute Papiere im Volumen von insgesamt gut 1,7 Milliarden Euro zurückholen. In Großbritannien machte dieRoyal Bank of Scotland ein Rückkaufangebot, in Deutschland zuletzt die HSH Nordbank. Gestern gab auch die Schweizer Großbank Credit Suisse bekannt, nachrangiges Kapital zurücknehmen zu wollen. Dabei geht es um eine Summe in Höhe von vier rund Milliarden Euro. (Wall Street Journal)

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