Presseschau
Der Kampf um die Klimapolitik geht weiter

Die internationale Presse zeigt sich in der Bewertung des Klimagipfels in Durban gespalten: Zwar wurde ein historischer Durchbruch geschafft. Doch die Erderwärmung sei nicht gestoppt, neue Kämpfe über die globale Klimapolitik drohten. Die Presseschau.
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„Für einige war sie historisch, für andere zutiefst enttäuschend“, zieht die Financial Times ihr Fazit aus der Klimakonferenz in Durban. Doch eins stehe fest: „Über die Details werden noch Kämpfe ausgefochten werden.“ Denn die Vereinbarung, dass alle Länder, mehr oder weniger, die Emission von klimaschädlichen Gasen reduzieren und ein Abkommen schließen wollen, sei letztlich ein Kompromiss. „Die kommenden Jahre, der ganze Prozess bis zum Abkommen, wird ein Prozess voller Kompromisse sein.“ Vor allem sei fraglich, inwieweit diese dieses Abkommen tatsächlich rechtlich verbindlich sein könne: „Diese rechtliche Verbindlichkeit ist so vage gehalten, dass sie wie ein Katalysator für künftige Kämpfe wirkt.“

Die Süddeutsche übt sich in Optimismus: Durban habe keine Lösung gebracht, aber zumindest die Aussicht darauf: „Erstmals in der Geschichte der Klimadiplomatie wollen sich alle Staaten auf ein rechtlich verbindliches Abkommen einlassen.“ Immerhin sei Klimapolitik ein „zähes Geschäft“, der Kampf gegen die Erderwärmung sehr komplex: Er tangiere Fragen der Verteilung und Gerechtigkeit zwischen der entwickelten und der weniger entwickelten Welt, bestimme er doch durch die Begrenzung von Treibhausgasemissionen die Wettbewerbsfähigkeit von Volkswirtschaften. Auch werfe er Fragen von historischer Verantwortung und globaler Solidarität auf. Der Wille, ein rechtlich verbindliches Abkommen zu schließen, beende jedoch jene „verhängnisvolle Freiwilligkeit“, mit der sich z. B. die USA bislang aus der Verantwortung ziehen konnte. Weil das Abkommen jedoch erst 2020 in Kraft treten soll, bedeute das neun weitere Jahre Ausstoß - die Erderwärmung habe Durban somit nicht aufhalten können.

Nicht viel mehr als eine „Laufkarte“ sieht Les Echos in dem Ergebnis des Klimagipfels - der Zeitplan, den sich die Teilnehmer verordnet haben, um bis 2015 ein Abkommen zu schließen. „Und in Kraft treten soll dieses Abkommen dann bis 2020!“ Die internationale Gemeinschaft habe sich auferlegt, den Temperaturanstieg der Erde auf zwei Grad zu begrenzen. „Doch die Versprechen, die die einzelnen Nationen abgegeben haben, werden das nicht bewirken - ganz im Gegenteil: Eine Studie, die in Durban präsentiert wurde, zeigt, dass wir von einem Anstieg um 3,5 Grad ausgehen müssen.“ Offenbar habe man ein Scheitern des Gipfels verhindern wollen - und deshalb das „minimalstmögliche“ Ergebnis herausgeholt.

Der Business Standard aus Indien begrüßt das Ergebnis der Klimakonferenz vor allem aus einem Grund: „Die reichen, entwickelten Länder wollten eine Vereinbarung, die jedem Land einen gewissen Emissions-Spielraum zugesteht, ohne jedoch den Spielraum zu berücksichtigen, den sie selbst schon in der Vergangenheit genutzt haben. Das wurde in Durban erstmals deutlich und so auch wahr genommen.“ Der Kampf in den vergangenen 14 Tagen sei vor allem darum gegangen. Doch Länder wie China, Indien oder Brasilien forderten zu Recht, dass auch ihre Wirtschaft wachsen darf und Wohlstand bringt, und dass sei zwangsläufig mit dem Ausstoß von Treibhausgasen verbunden.“ Durban sei deshalb ein Wendepunkt. Nun müsse dafür gekämpft werden, dass die „Durban Plattform“ nicht ins Leere laufe und die „Klima-Apartheid“ so weiter verschärft wird.

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  • Da die "Klimaschützer" wissen, dass sie Klimasäue sind, brauchen die für sich selber strenge Regeln.
    Wie verhalten sich eigentlich unsere Umweltminister? Der Gabriel für werbewirksam mit dem ICE von Berlin nach Hamburg. Der Dienstwagen blieb aber nicht in Berlin sondern kam über die Autobahn nach. Scheiße war nur, dass er dabei erwischt wurde, das der Dienstwagen den am Bahnhof abholte.

    Naja, da sich die der andere, dieses Mal von der CDU kommend, ich meine den E10 Röttgen wohl gedacht, was der Gabriel kann, das kann ich auch und kopierte das von Gabriel. Nur das staatliche Verdummungs-TV berichtete das nicht. Und daher ist es gut, dass es noch die privaten gibt die über so etwas berichten wie in diesem Fall RTL.

  • Aus der Knauf-Insulation-Website: "Aktuell gehören dem EASE Vorstand an:

    Unternehmen: Danfoss, Knauf Insulation, Schneider Electric, Siemens und 1E;

    NGOs: Europäische Klimastiftung (ECF) und Kyoto-Club;

    Politiker: Bendt Bendtsen (Christdemokrat, Dänemark), Lena Ek (Liberale, Schweden), Peter Liese (Christdemokrat, Deutschland) und Claude Turmes (Die Grünen, Luxemburg); Fachverbände: US-Energiesparallianz (ASE)."

    Das ist der Grund, weshalb es Demokratie nie geben wird - höchstens eine vorgegaukelte - wie bisher!

  • http://www.knaufinsulation.com/de/node/1947

    Ist dir das Durchbruch genug?

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