Presseschau
Draghis Abschied vom Bundesbank-Vorbild

  • 11

Finanznachrichten

Schärferes Abkommen geplant

Finanzminister Wolfgang Schäuble will mit Korrekturen am Steuerabkommen mit der Schweiz die Zustimmung der Opposition erringen. Er plant laut Welt höhere Steuersätze und mehr Transparenz.

Die Schweizer Banken stehen laut einem Bericht der NZZ weiterhin hinter dem Steuerabkommen mit Deutschland. In Bankkreisen sei die Hoffnung gross, dass es Schäuble gelingen werde, im Bundesrat doch noch eine Mehrheit für das Abkommen zu gewinnen.

Der Schweizer Bundesanwalt Michael Lauber konkretisiert in einem Interview mit der Handelszeitung seine Vorwürfe gegen deutsche Steuerfahnder. Er sieht eine neue Dimension der Wirtschaftsspionage. „Und im aktuellen Fall haben wir es mit einem verbotenen wirtschaftlichem Nachrichtendienst zu tun“

Kritik am Banken-Monopol

In China kritisiert der Staat in außergewöhnlich scharfer Form die von ihm kontrollierten Banken. „Unsere Banken machen zu leicht Gewinn. Warum? Weil eine kleine Zahl großer Banken ein Monopol besitzt", sagte der chinesisische Premier Wen Jiabao in einer im Radio übertragenen Rede. „Um das Monopol zu knacken, brauchen wir privates Kapital in unserem Finanzsektor." Businessweek Bloomberg wundert sich: „Wen spricht wie ein mutiger Reformer“.

Die sicherste Bank der Welt

Zwei Mal jährlich bringt das Wirtschaftsmagazin Global Finance seine Rangliste der weltweit 50 sichersten Banken.  Die Bewertungen beruhen auf den langfristigen Kredit-Ratings der drei grossen Bewertungsagenturen Moody's, Standard & Poor's und Fitch, aber auch auf den vorhandenen Vermögenswerten. Auf Platz ein liegt die KfW. Denn kleinere Institute gelten als sicherer, wobei natürlich eine Staatsgarantie am Ende einen entscheidenden Vorteil verschafft.

Gratiskultur und Abzocke

„Deutschlands Bankkunden genießen eine Gratiskultur - nur wenn es um ihre Geldanlage geht, zahlen viele Verbraucher teils horrende Gebühren, häufig ohne ihr Wissen“, schreibt der Spiegel. Die Politik habe das zwar erkannt, doch es fehle der Mut für beherzte Reformen. Dabei komme es beim Treffen von provisionsabhängigen Bankberatern mit arglosen Kunden regelmäßig zu haarsträubend schlechten Ergebnissen. „Statt mit der für sie passenden Geldanlage gehen die Kunden mit Produkten nach Hause, die ihnen oft gewaltige Kosten bescheren: Aktienfonds, fondsgebundene Renten- und Lebensversicherungen oder Zertifikate“, schreibt der Spiegel weiter.

Kommentare zu " Presseschau: Draghis Abschied vom Bundesbank-Vorbild"

Alle Kommentare
  • Hi, Grüße aus dem Reformunfähigen Spanien. Das Baskenland und Katalonien hat eine Steuerhoheit und lehnt Sparen ab, das korrupte Andalusien klagt gegen die Sparmaßnahmen. So bleibt der unfähigen Goldman Sucks Regierung nur das Scheinsparen, fällt ja erst ineinem Jahr auf daß das Defizit 5% höher ausfällt!

    Die Opposition in Andalusien, die eine Minderheitsregierung stellen wird, wirbt offen mit einem Schuldenschnitt, das war ja ein großer Erfolg in Griechenland so die EU Führung!

    Ehrlose Politik-Diletanten in der ganzen EU.

    Frohes Steuernzahlen, Luggi

  • ohne polemik: die entscheidung draghis zeigt doch nur, daß sich die wirtschaft im euro raum völlig auseinanderentwickelt hat oder vielleicht sogar nur deutschland,trotz dieser regierung, die nichts vom sparen und ordnungspolitik versteht. bei der arbeitslosigkeit und den negativen wachstumsraten entsprichen diese maßnahmen den bedürfnissen der anderen länder.
    nur:wenn man die drogen absetzt kommen irgendwann die entzugerscheinungen - die will aber keiner der staaten und schon gar nicht deren bevölkerungen akzeptieren

  • Soll Draghi doch den Tourismus in Italien mit folgendem Spruch ankurbeln: "Kommen Sie nach Italien, Ihr Geld ist schon dort."

Serviceangebote