Presseschau
Für die Euro-Zone tickt die Uhr

Wie realistisch ist die Forderung der G20 an die Euro-Zonen-Mitglieder, einen tragfähigen Plan zur Lösung ihrer Schuldenkrise vorzulegen? Die Zeit könnte zu knapp werden - und der Druck zu hoch. Die Presseschau.
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Düsseldorf„Die kommende Woche wird entscheidend für die Eurozone“, schlussfolgert L‘Expansion aus Frankreich aus der Forderung der G20-Finanzminister, bis zum 23. Oktober einen tragfähigen Plan zur Lösung der Euro-Krise vorzulegen. „Bislang haben die Verantwortlichen in der Eurozone allzu oft nur Risse notdürftig zugekleistert und keine überzeugende Lösung präsentiert, dieses Mal wollen sie offenbar die Wende schaffen.“ Die Aufgaben seien hinreichend bekannt: Ein neues Rettungspaket für Griechenland, die Erweiterung des EU-Rettungsschirms, die Eigenkapitalaufstockung der Banken. „Paradoxerweise hat die Euro-Krise die Dringlichkeit nach einer tiefer greifenden Führung in der Eurozone verschärft. Auch dass soll nun ein Thema sein.“ So stehe die Schaffung eines „EU-Super-Kommissars“ zur Überwachung der Budgetdisziplin im Raum, damit würden Wackelkandidaten praktisch unter Vormundschaft gestellt. Der französische Finanzminister François Baroin zumindest sei optimistisch, dass das Pensum bis zum kommenden Wochenende zu schaffen ist.

Das Wall Street Journal bezweifelt, dass es den Mitgliedern der Eurozone gelingt, den Wunsch der G20-Finanzminister zu erfüllen und am 23. Oktober einen umfassenden Plan zur Lösung der EU-Schuldenkrise vorzustellen. „Zu den Hürden zählt ein weiteres Rettungspaket für Griechenland, und das auszuhandeln würde Wochen dauern, und nicht ein paar Tage.“ Ein schnell gefasster Plan könne zwar ambitioniert sein, aber dafür auch wenig durchdacht. „Unter dem Druck, den die G20 nun aufgebaut haben, steigt die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Rückschlages für die Finanzmärkte - wenn der Plan zu vage ist, um die nervösen Investoren zu beruhigen“, warnt das Blatt. Vor allem die Frage, ob und in welchem Umfang Griechenland neue Rettungsgelder erhalten soll, erweise sich als besonders heikel.

„2008 bekamen die Schwellenländer bei der G20-Runde einen Platz am Tisch für die Weltwirtschaftspolitik, doch in Paris wurden sie wieder in die zweite Reihe verwiesen“, merkt die Financial Times aus London an. Die Schwellenländer hätten gute Vorschläge zum Umgang mit der Euro-Krise gemacht: „Sie votierten dafür, die Schlagkraft des IWF drastisch zu erhöhen, Länder wie die USA, Großbritannien oder Australien wiesen das aber zurück“, kritisiert die Zeitung. Der IWF nehme eine wichtige Rolle ein bei der Lösung der Euro-Krise, er habe bislang ein Drittel der Rettungspakete für Portugal, Irland und Griechenland bestritten. Zu behaupten, er sei finanziell noch immer gut ausgestattet, sei vermessen. „Die USA oder Großbritannien sind zwar Verfechter eines starken IWF, tun sich aber mit der Aufstockung seiner Mittel selbst schwer.

Würden die Schwellenländer nun mehr Geld geben, könnte das wohl ihre Impotenz unterstreichen“, vermutet das Blatt. „Die G20 sind wie alte, überhebliche Aristokraten, denen das Geld ausgegangen ist, die aber neue, konstruktive Ideen behindern.“

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  • Zum Konzept passt auch das kontinuierliche >Hinwirken auf eine Abwertung der Ratings für fast alle Mitgliedsstaaten. Finanziell madig und abhängig machen- von der Droge Euro(Subventionen)- bereits ISTZUSTAND! Künstliche Beatmungen für schwache Länder (Griechenland)denen die Luft ausgeht als Drohgebärde für alle anderen.
    Schuldzuweisung im Volk auf verhasste Banken- um im Hintergrund geräuschlos Fäden zu spinnen und diese dann als alternativlos vorzustellen, als Mittel um dem Kapitalismus Einhalt zu bieten. Andere Möglichkeiten von Experten werden abgebügelt und nicht mal ansatzweise aufgegriffen, da diese den Plan durchkreuzen. Das ängstliche Michel denkt an seine Ersparnisse und der Wutbürger ist beruhigt, da es gegen die Banken geht. So wird der alternativlose Vorschlag gerne angenommen. Sollte der Planer selbst in Bedrängnis geraten wird gedruckt, da eine Rezession und Inflation für alle nach diesen Krisen fast als normal angesehen wird. Gleichzeitig bewirkt es eine Anpassung an die anderen Mitgliedsländer und die Diskrepanz ist nicht mehr so groß. Es wäre das Ende unserer Demokratie und die Unterdrückung von Völkern, denen wir alle unseren mit Macht gefüllten Hut aufsetzen.

    Hoffe für mich und alle anderen, dass dies nur eine erahnte Fantasie ist und kluge weitsichtige Menschen in unserem Land hier die Umkehr schaffen.

  • Die Planung der CDU wurde doch bereits mit Namen des Kommissars in einem RP Artikel v. 12.10.2011 veröffentlicht. Wieso halten Sie sich in Ihrem Artikel
    so zurück?
    Hier wortwörtliche Auszüge des Artikels der mir vorliegt, Veröffentlichung im Netz nicht verfügbar-warum auch immer?!
    Überschrift: Ein Deutscher soll EU-Präsident werden-
    Der Pro - Europa Flügel CDU will beim Parteitag in Leipzig ein Bekenntnis für mehr Europa durchsetzen:
    Danach soll die EU zu einer Europäischen Konföderation mit eigenem Präsidenten entwickelt werden. Die CDU wird darauf hinwirken, dass der erste EU Präsident aus Deutschland kommt. Das geht aus einem internen Papier der 34 EU Abgeordneten aus dem Europa-Parlament hervor, das unserer Zeitung vorliegt. Die Autoren Elmar Brok und Werner Langen wollen es heute vorstellen. Fernziel: Die Ämter von Ratspräsident Rompuy und Kommissionschef Barroso sollen zu einem MÄCHTIGEN Eu-Präsidenten zusammengelegt werden, der die Executive und die Gipfeltreffen leitet. Er soll sich seine
    "Regierungsmannschaft" die Kommissare selbst aussuchen können. BISHER BESTIMMEN DIE MITGLIEDSSTAATEN WER KOMMISSION IN BRÜSSEL WIRD.
    Währungs-Kommissar Olli Rehn soll nach Juncker neuer Chef der Euro Gruppe werden. Er soll eine Art Sparkommissar sein, der Schuldensünder (Mitgliedsländer) vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen kann.

    Nachdem ich diesen Artikel gelesen habe könnte das unglaubliche Geschehen in ein Konzept passen.

  • Ausgerechnet die Politiker, welche uns den Mist eingebrockt haben, seit Jahren davon wussten und es nicht ernst nahmen, wollen jetzt innerhalb von 8 Tagen eine tragfähige Lösung haben???

    Mein Gott, wie naiv muss man sein!
    Der Euro spaltet Europa!
    Der Euro war und ist eine Totgeburt!
    Politischer Wahnsinn, nur getragen von den sogenannten "Politeliten" führt die Bevölkerung in's Desaster.

    Wir wollen weder eine antidemokratische Bürokratenkrake namens EU noch diesen Euro.

    Rette sich wer kann - es könnte schneller gehen, als man denkt. Auch hier mitlesen:

    http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2011/10/28158/

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