Presseschau
Kalter Krieg zwischen Amerika und China

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Rückschlag für Russlands Überflieger

Der russische Regionalflieger Sukhoi Superjet 100, ein Hoffnungsträger für die einst stolze Branche, habe einen herben Rückschlag erlitten, schreibt die Wirtschaftszeitung  Vedomosti. Demnach habe sich die italienische Fluggesellschaft Alitalia entgegen aller politischen Vereinbarungen bei einer Ausschreibung gegen den neuen Flieger aus Russland entschieden. Statt dessen ordere Alitalia 20 Regionaljets vom brasilianischen Hersteller Embraer im Wert von 500 Millionen Dollar. Italien, wo auch 10 Prozent der Flugzeugteile des "Superjet 100" gefertigt würden, sei von Sukhoi als Sprungbrett für den europäischen Markt betrachtet worden. Noch im Herbst habe das Flugzeug eine Teststrecke von Moskau nach Rom absolviert, zuvor hätte Präsident Medwedew die Maschine zusammen mit dem italienischen Regierungschef Berlusconi begutachtet. "Das einzige erfreuliche ist, dass die Absage nicht wegen technischer Mängel, sondern wegen zeitlicher Verzögerungen erfolgte", meint das Blatt. Jetzt gelte es in Frankreich nach neuen Käufern zu suchen, schließlich würden die Triebwerke im Joint Venture mit der französischen Snecma gebaut. 

Honda und Hero Group lösen Joint Venture

Die Economic Times aus Indien beschäftigt sich mit der Auflösung des Joint Ventures von Hero Honda – dem weltweit größten Zweiradhersteller. Das indische Gemeinschaftsunternehmen, für das sich Honda und die Hero Group aus Indien in den 1980ern zusammen geschlossen haben, vereine Hondas Technologie so wie Heros Management- und Marketingqualitäten. Letztere hätten das Unternehmen „zu dem gemacht, was es ist.“ Honda halte 26 Prozent der Anteile, die nun von Hero gekauft würden. Dies bedeute keinesfalls das Ende für die Firma, meint das Blatt. Die Hero Group könne die bereits vorhandene Produktpalette an Motorrädern weiter produzieren und Honda als Markennamen bis 2014 für neue Modelle nutzen. Außerdem sei dies Heros Chance, sich um den Bereich Technologie kümmern, der bislang in der Verantwortung von Honda gelegen habe. Partnerschaften mit anderen Unternehmen seien dafür möglich. Das langfristige Ziel müsse aber vor allem der Aufbau einer starken firmeninternen Forschungs- und Entwicklungsabteilung sein, um im Wettbewerb bestehen zu können. Zum Preis, der für Hondas Anteile gezahlt werde, äußere sich Hero nicht, die sei den Akteninhabern gegenüber jedoch wenig respektvoll.

Fundstück: Knoblauchverbot für UBS-Banker

Um wieder mehr Vertrauen auszustrahlen und die gestörten Beziehungen zu ihren Kunden zu reparieren, hat die UBS eine Anzeigenkampagne gestartet - und ein 43 Seiten starkes Handbuch an ihre Banker ausgegeben, das Richtlinien zum Dresscode und zum Benehmen vorgibt. Wie das Portal Daily Finance berichtet, sind zum Beispiel gedeckte Farben erwünscht, weil sie Kompetenz, Formalismus und Ernsthaftigkeit ausstrahlen. „Knallige Accessoires sind ebenso unerwünscht wie zu kurze Röcke, schwarzer Nagellack oder Unterwäsche, die unter den Sachen hervorblitzt.“ Männern wird empfohlen, regelmäßig Haare und Bart stutzen zu lassen, Frauen sollten bei gefärbten Haaren dafür sorgen, dass der Ansatz immer wieder nachcoloriert werde. Und um Kunden unangenehme Gerüche zu ersparen, verbietet die Schweizer Großbank auch Rauchen, Zwiebeln und Knoblauch.

Für Handelsblatt.com zusammengestellt von » ecolot.de

Mitarbeit: Kerstin Herrn, Maxim Kireev.

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  • Das Europa der „Rosinenpicker“ (Schweiz, UK, Slowakei,…)


    …das „Troyanische Pferd“ Großbritannien gibt lächerliche 8 Milliarden Euro für irland-Hilfe…

    …gleichzeitig kassierten UKs banken mit über 100 Milliarden an Krediten an irland die hohen Zinsen.

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