Presseschau „Kapitalanforderungen sind Blendwerk“

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Der indische Financial Express vermutet, dass der Abzug der amerikanischen Truppen aus Afghanistan auch ein strategischer Zug Barack Obamas in Hinblick auf die US-Präsidentschaftswahlen 2012 seien. Beide Kriege, im Irak und in Afghanistan, hätten Billionen US-Dollar gekostet. Obama habe keinen der Kriege begonnen, sondern mit der Unterstützung zahlloser Kriegsgegner den Einzug ins Weiße Haus geschafft. Dann aber habe er 30.000 zusätzliche Soldaten in die Kriege geschickt. Nun kündige er also an, einen Teil der in Afghanistan stationierten Soldaten im nächsten Herbst abzuziehen, was „zufälligerweise“ nur Wochen vor seiner Ankündigung, eine Wiederwahl anzustreben, geschehe. Eine Umfrage habe ergeben, dass 56 Prozent der Amerikaner wünschten, dass die Truppen so schnell wie möglich abgezogen würden. Von den Tea-Party-Unterstützern wollten dies 60 Prozent. Wähler aus beiden Lagern gehen also in dieser Beziehung in die gleiche Richtung - daher werde ein umsichtiger Präsident kaum in eine andere gehen.

Fundstück: Gehaltschecks können tödlich sein

Nicht nur Rauchen kann tödlich sein: Wie eine Studie der University of Notre Dame (Indiana) - entdeckt vom Blog Freakonomics - zeigt, ist die Wahrscheinlichkeit, kurz nach einer Gehaltszahlung zu sterben, hoch. In der drei Jahre dauernden Studie wurden vier Gruppen beobachtet: Rentner, die staatliche Unterstützung erhielten, militärisches Personal, Familien, die Steuererstattungs-Schecks bekamen, und Empfänger von Dividenden eines bestimmten Fonds. Die Sterblichkeitsrate sei nach Zustellung von Schecks signifikant gestiegen, zumeist seien die Leute beim Verkehrsunfall, durch einen Herzinfarkt oder durch Drogenmissbrauch gestorben - egal ob sie alt oder jung, gut oder weniger gut verdienend waren. Die Erklärung der Wissenschaftler: „Die Aktivität nach dem Scheckeingang war stets erhöht, Leute fuhren Auto, gingen in Bars oder konsumierten Drogen.“ Eine Empfehlung, derartige Schecks mit einer „Vorsicht, kann tödlich sein“-Warnung zu versehen, gaben die Wissenschaftler aber nicht.

Für Handelsblatt.com zusammengestellt von ecolot.de. Mitarbeit: Kerstin Herrn, Maxim Kireev.

 

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