Presseschau
Katz- und Mausspiel mit den Regulierern

Die internationale Presse ist überzeugt, dass gegen die Markt-Turbulenzen nur Vertrauen hilft, Vedomosti sorgt sich um die Rubel-Schwäche, und CNNMoney hält den HP-Vorstand für den schlimmsten von allen. Die Presseschau.
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WiesbadenWenig Hoffnung auf Erfolg sieht Challenges aus Frankreich hinsichtlich der Treffen der Finanzminister und der Jahrestagungen von IWF und Weltbank in Washington am kommenden Wochenende. „Bei der Frage nach einer Lösung der aktuellen Probleme der Weltwirtschaft sind sich Amerikaner und Europäer noch immer uneins.“ Die USA plädiere dafür, das Wirtschaftswachstum aktiv zu fördern und verweise auf ihr jüngstes Konjunkturprogramm im Wert von 447 Milliarden Dollar, Europa setze dagegen auf rigorose Sparpolitik.

„US-Finanzminister Timothy Geithner wird nicht müde gegenüber seinen europäischen Kollegen zu betonen, wie wichtig das Wirtschaftswachstum ist. EU-Wirtschaftskommissar Olli Rehn hält dagegen, dass man trotzdem seine Staatsfinanzen in Ordnung bringen kann.“ Immerhin gebe es Staaten, die über gar keinen Handlungsspielraum mehr verfügten. Ob sich beide Seiten einigen könnten, sei daher sehr fraglich.

Die neuerlichen Turbulenzen zeigen eines, ist die Börsen-Zeitung überzeugt: Notenbanken und Regierungen seien nicht mehr in der Lage, durch ständig neue Notmaßnahmen in Form von Ankurbelungspaketen, Liquiditätsflutung, Stützungskäufen etc. Ruhe in die Märkte zu bringen. „Im Gegenteil: Die Maßnahmen sind aus Sicht der Marktteilnehmer nur noch weitere Belege dafür, wie kritisch die Lage des Finanzsystems ist und dass das Risiko eines Rückfalls in die Rezession von Tag zu Tag steigt.“

Viele der großen Investoren seien eher an Reduktion denn an Neuanschaffungen interessiert. „Wer soll die Anleihen im Umfang von voraussichtlich 40 Mrd. Euro kaufen, die das Land bis zum Jahresende begeben muss?“ Zur Beruhigung der Märkte müssten echte, umfassende und nachhaltige Lösungen für die Schuldenkrise Europas sowie auch der USA her.

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