Presseschau
Peinliche Bauchlandung eines Newcomers

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Menschen und Meinungen

Ben Bernanke, US-Notenbankchef, hat indirekt neue Stimuli der Federal Reserve in Aussicht gestellt. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und für einen schnellen Anstieg der Produktivität und der Nachfrage von Verbrauchern und Unternehmen könnte durch eine fortgesetzte lockere Geldpolitik unterstützt werden, erklärte Bernanke nach einer Meldung des Wall Street Journal.

Zuwachs im Banken-Verband

Markus Beumer, der bei der Commerzbank das Mittelstandsgeschäft verantwortet, zieht statt Bankenchef Martin Blessing in den Vorstand des Bundesverbands deutscher Banken. Blessing wolle sich verstärkt der Arbeit im Weltbankenverband IIF widmen, schreibt das Handelsblatt. Neuer Vertreter der Deutschen Bank im Bundesverband deutscher Banken soll Jürgen Fitschen werden (FinanceToday berichtete).

Rückendeckung für Weidmann

Benoît Coeuré, EZB-Direktoriumsmitglied, hat einen „zeitigen Ausstieg aus den Krisenprogrammen“ und die Rückkehr zu einer „weniger großzügigen Geldpolitik“ der Zentralbank gefordert. Die Financial Times Deutschland wertet die Aussage als Unterstützung von Bundesbank-Chef Jens Weidmann, der erklärt hatte, die lockere Geldpolitik der EZB bringe „Risiken und Nebenwirkungen“ mit sich.

Geschacher um EZB-Posten

Yves Mersch, Luxemburgs Notenbankchef, rückt laut Reuters ins Direktorium der Europäischen Zentralbank (EZB) auf. Hintergrund: Spanien ziehe seinen Kandidaten möglicherweise zurück, wenn es stattdessen den Zuschlag für die Führung des ab Juli geplanten Euro-Rettungsfonds ESM erhalten sollte.  Mersch ist seit 1999 und damit seit dem Start der Währungsunion Chef der Notenbank seines Landes und Mitglied des EZB-Rats.

Exodus der Asien-Banker

Gaby Abdelnour, Chef der Asien-Geschäfte von  JP Morgan Chase, nimmt nach sechs Jahren im Amt seinen Hut, meldet die britische Financial Times. Mit seiner Demission reihe sich Abdelnour in die Schlange der Asien-Banker ein, die kürzlich bei Goldman Sachs, der Deutschen Bank und UBS gegangen seien.

Ebay-Händler macht in Domains

Michael Marcovici, Ex-Verleger und einst größter Ebay-Händler Europas (80 Mitarbeiter in Wien, ein Dutzend in Shanghai), macht nach einer anschließenden Pleite als Fondsmanager weiter. Dabei setzt er nach einem Bericht des Manager Magazins auf eine ungewöhnliche Anlageklasse: Internetdomains. Diese seien genauso ein Asset wie Immobilien, seien aber viel leichter handelbar. „Sie sind liquider, der Aufwand, ein Portfolio von Domains zu halten, ist dazu um ein Vielfaches geringer“, erklärt der 41-Jährige im Interview.

DSK und die Zuhälterei

Dominique Strauss-Kahn, IWF-Chef, steht im Fokus des jetzt von der französischen Justiz förmlich eröffneten Ermittlungsverfahrens in der Affäre um Sexpartys. Die Vorwürfe lauteten auf „organisierte Zuhälterei“, erklärte die Staatsanwaltschaft nach stundenlanger Befragung des 62-Jährigen durch einen Untersuchungsrichter in Lille.

Handelsblatt Wall Street Journal Financial Times 

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