Presseschau vom 11.11.2007
Opfer des Outsourcing

Die internationale Wirtschaftspresse analysiert die verschobene Auslieferung des Boeing 787 Dreamliner. Les Echos macht mobil gegen die Beförderung von Arnaud Lagardère. El Pais schießt gegen Nicolas Sarkozy. Fortune untersucht die „Wachstumsschmerzen“ von Ebay. Fundstück: Anschwellender Jubelgesang der malaysischen Kautschukindustrie.

» Business Week führt die um sechs Monate verschobene Auslieferung des Boeing 787 Dreamliner auf die mangelhafte Software zurück, mit der die Navigation und der Kerosin-Verbrauch gesteuert werden soll. Mit dem Dreamliner habe Boeing die Latte hoch gesetzt: Das Flugzeug solle das erste sein, das zu 50 Prozent aus leichten Verbundwerkstoffen bestehe. Jetzt werde dem Flugzeugbauer die Strategie zum Verhängnis, die Produktion zu einem großen Teil in verschiedene Länder auf dem Globus zu verteilen. Die Zulieferer hätten Schwierigkeiten, die neuen Technologien innerhalb von Boeings Zeitplan umzusetzen. Das Unternehmen habe bereits gegengesteuert, indem Techniker-Teams losgeschickt worden seien, um die Übersee-Zulieferer zu unterstützen. Das habe aber die Forschungs- und Entwicklungskosten für das zweite Halbjahr 2007 um eine halbe Milliarde Dollar erhöht.

Die Londoner » Times sieht besonders die All Nippon Airways in der Bredouille, die den ersten 787 Dreamliner erhalten sollte, um ihn bei den Olympischen Spielen in Peking einzusetzen. Dutzende Airlines seien jedoch von der Verschiebung betroffen, darunter British Airways: Die Briten hätten gerade erst die Bestellung von 24 Dreamlinern bekannt gegeben, müssten auf die Lieferung wohl aber bis 2011 oder 2012 warten – der Einsatz zur Olympiade in London 2012 stehe sogar auf dem Spiel, was ein herber Rückschlag für BA sein würde.

Das » Wall Street Journal zweifelt an den Aussagen von Boeing, dass nur die ersten Exemplare des 787 von der Verzögerung betroffen seien. Der Zeitplan sei so eng, dass Boeing unmittelbar nach dem Abschluss der Testflüge 42 Flugzeuge fertig zur Auslieferung haben müsse. „Wenn dies nicht gelingt, könnten sich die Verspätungen durch die ersten zwei Jahre des Produktionsplans erstrecken, was die Glaubwürdigkeit von Boeing bei den Kunden belasten würde und hohe Vertragsstrafen nach sich ziehen könnte“, ahnt das Wall Street Journal.

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