Presseschau vom 12.9.2007
Tropfen auf den heißen Preis

Die internationale Wirtschaftspresse ist uneins über die Auswirkungen der erhöhten Förderquote auf den Ölpreis. Die Times unterstreicht die Aktionärskritik an HSBC, die Harald Tribune klagt über die Feinde der Moderne in Indien und erklärt, warum die die US-Wirtschaft noch nicht in einer Rezession steckt. Forbes staunt über die neue Nähe von Hackern und Software-Unternehmen.

Ölpreis

Die » New York Times hat recherchiert, dass die Meinungen im Lager der Top-Öl-Produzenten geteilt sind, wie sie auf die Gefahr einer sich abschwächenden Weltwirtschaft reagieren sollen. Iran und Venezuela, die traditionell zur Gruppe der Falken gehören und Produktionssenkungen und höhere Preise anstrebten, seien gegen Produktionserhöhungen. Nigeria und Libyen hätten sich dafür ausgesprochen, die Produktion konstant zu halten.

Der » Guardian beschreibt die Auswirkungen der hohen Ölpreise auf die britische Wirtschaft. Im Juli sei das Handelsdefizit mit 4,4 Milliarden Pfund außergewöhnlich hoch ausgefallen. Im Vormonat habe der Wert noch bei 3,9 Milliarden Pfund gelegen. Noch anfälliger für die hohen Ölpreise sei derzeit die Wirtschaft der USA, die ein Viertel der weltweiten Ölproduktion verbrauche – und zusätzlich von der Immobilienkrise belastet werde.

Die FAZ schreibt zu der geringen Anhebung der Fördermenge, auf die sich die Opec-Staaten geeinigt haben: „Unklar ist, ob die Erhöhung auf die tatsächliche Ölförderung wirken soll oder nur zum Teil jene Mengen billigen würde, die die Öllieferanten derzeit über ihrer vereinbarten Quote produzieren.“ Die Ölförderung der zehn von zwölf Opec-Staaten, für die die Quote gilt, liege fast eine Million über den vereinbarten Grenzen von 25,8 Millionen Barrel am Tag. „In jedem Fall könnte dieser Schritt dazu beitragen, den Markt zu beruhigen und sich von den aktuellen Rekordpreisen zu verabschieden“, zeigen sich die Frankfurter optimistisch.

Die » Financial Times Deutschland geht dagegen trotz der Erhöhung der Förderquote davon aus, dass die Ölpreise weiter steigen. „Im Zuge der Subprime-Krise waren die Notierungen deutlich gefallen. Jetzt kehrt der Optimismus in den Markt zurück“, schreibt das Blatt. Aufgrund des starken Momentums erscheint uns das Erreichen des alten Allzeithochs durchaus für möglich“, zitiert die FTD Eugen Weinberg, Rohstoffanalyst der Commerzbank. Ein Grund sei die starke Nachfrage aus China: Die chinesischen Rohölimporte seien im August um 19 Prozent gestiegen.

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