Presseschau vom 17.8.2007
Weichenstellung zum Wochenende

Die internationale Presse blickt angespannt auf die weltweiten Börsenturbulenzen. Die US-Zeitungen wünschen sich trotz der Krise eine Zurückhaltung der US-Notenbank. Das Magazin Forbes stellt erstmals eine Liste der reichsten Rapper vor. Der Economist bewundert die Entwicklung Lateinamerikas. Das Fundstück: Der Namibian Economist warnt vor dem September.

Börsenturbulenzen

Trotz der ungewissen Entwicklung der Märkte fordert die internationale Presse von der US-Notenbank Zurückhaltung.

Die » Businessweek glaubt, dass heute eine Weichenstellung erfolgt: An den Börsen pendelten die Kurse zwischen morgens und nachmittags beinahe regelmäßig von "die Dinge laufen gar nicht so schlecht" bis hin zu panikartigen Verkäufen. Doch heute sei die entscheidende Frage: "Fühlen sich die Investoren wohl dabei, ins Wochenende aufzubrechen und einen wilden Aktienmarkt zu hinterlassen?" Sollten sich die Aktienkurse stabilisieren, gingen die meisten Investoren davon aus, dass das Schlimmste vorbei ist. Sollten die Kurse aber "gen Süden" wandern, rechneten die Investoren mit noch schlimmeren Nachrichten in den kommenden Wochen.

Trotz der Turbulenzen wünscht sich das » Wall Street Journal Zurückhaltung von der US-Notenbank und anderen staatlichen Institutionen. "Was die Märkte vom Treasury Secretary und der Fed wollen, ist ein Beweis, dass sie kompetente Finanz-Feldspieler sind", schreibt das finanz- und footballkundige Blatt. Jetzt sei ein Krisenmanagement gefragt, das vorsichtig die "flachen Bälle im Mittelfeld" entgegennehme, Krisenunternehmen mit privatem Kapital ausstatte und zu einem Umdenken in den Führungsetagen anrege.

Die » Washington Post applaudiert der Entscheidung der Fed, die Zinsen zunächst nicht zu senken. "Wenn Kapitalgeber wüssten, dass, sobald sie zu weit gegangen sind und günstiges Geld brauchen, die Zentralbank einspringt und mit niedrigen Zinsen aushilft, würden sie nicht einsehen, dass sie tatsächlich zu weit gegangen sind." Die Aufgabe der Fed sei es nicht, für ein bestimmtes Wirtschaftswachstum in einer einzelnen Branche zu sorgen oder "Verletzungen zu heilen (und schon gar nicht selbst verursachte)", sondern die Inflation einzudämmen. "Glücklicherweise beschränkt sich Ben Bernakes Notenbank auf minimales Management."

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