Presseschau vom 24.8.2007
Vitamin B 2.0

Die internationale Presse interessiert sich heute für Internet-Themen: Die Times untersucht den Wert von Internet-Kontaktbörsen für das Knüpfen von karrierefördernden Netzwerken, und das Wall Street Journal deckt auf, wie die Kontaktbörse Facebook aus den persönlichen Informationen ihrer Nutzer Kapital schlagen will. Businessweek stellt zudem die "Kassandras der Kreditmärkte" vor und erklärt, warum US-Arbeitnehmer zu faul sind. Das Zeit-Magazin erklärt obendrein, warum Berlin die Stadt des Kleingelds ist ...

Business-Netzwerke

Die » Times untersucht, wie sich in der Wirtschaft so wichtige Networken durch Social-Network-Portale wie LinkedIn oder Xing verändert hat. Hintergrund: In den USA erlangten rund 75 Prozent der Manager ihren Job per Vitamin B. Zwar liege der Verdacht nah, dass Online-Networking die Netzwerke im realen Leben bedrohten. In Wirklichkeit sei das Internet aber nur gut dafür, oberflächliche Kontakte zu knüpfen. "Du musst dem anderen ins Gesicht schauen, um zu sehen, ob ihr harmoniert", erklärt der Autor. Frauen und Männer seien beim Networken übrigens anders gestrickt: Bei Männern sei es sieben Mal wahrscheinlicher, dass sie einen Job durch gute Kontakte bekämen.

Die » Financial Times Deutschland bringt ein Unternehmensporträt der Online-Kontaktbörse Xing und erklärt, dass deren Erfolg mit rein geschäftlichem Nutzen nicht zu erklären ist. "Wo eigentlich Angestellte und Manager geschäftlich zueinanderfinden sollen, menschelt es gewaltig. Genau dies ist jedoch eine der Triebfedern der Internetwelle unter dem Schlagwort Web 2.0: Permanent vergewissern sich Webnutzer der Präsenz ihrer Freunde oder suchen Gleichgesinnte."

Soziale Netzwerke

Das » Wall Street Journal lüftet die Werbepläne der Social-Network-Seite Facebook, die aus den persönlichen Informationen der Nutzer (Alter, Wohnort, Freizeitaktivitäten, musikalische Vorlieben, Interessensgebiete) Kapital schlagen will. Nach dem Prinzip der Google AdWords soll Werbern angeboten werden, Anzeigen für eine klar definierte Klientel zu schalten. Obwohl die Daten der Nutzer nicht an die Werbeagenturen weitergegeben werden sollen, ahnt das WSJ, dass Facebook-Nutzer dagegen protestieren werden, dass ihre Informationen zum Profit der Firma eingesetzt werden.

Das Magazin » Forbes analysiert den Wandel in der Werbung: Weil traditionelle Werbung den Kontakt zum Konsumenten verliere, setzten die Agenturen ihre Hoffnungen auf Social Networks. "Im Gegensatz zum schrumpfenden Fernsehpublikum steigen die Teilnehmerzahlen bei den Social Networks rasant", schreibt der Autor. Um mit Angeboten wie Second Life Geld zu verdienen, seien mehrere Möglichkeiten denkbar: Bannerwerbung, Paid Placement (beispielsweise einen Second-Life-Avatar dafür bezahlen, dass er ein Marken-T-Shirt trägt) und Mund-zu-Mund-Propaganda (für Empfehlungen bezahlen).

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