Presseschau vom 3.12.2007
Showdown der Game-Giganten

Die internationale Wirtschaftspresse untersucht die Folgen aus der Fusion der Computerspielehersteller Vivendi Games und Activision. Expansión kritisiert die spanische Regierung für ihre Abhängigkeit vom Öl. Das NRC Handelsblad berichtet über das düstere Jubiläum des niederländischen Börsenindexes AEX. Fundstück: Elvis spendet Subprime-Opfern Trost.

» Forbes durchleuchtet den Zusammenschluss von Vivendi Games und Activision, bei dem das französische Unternehmen 52 Prozent der Anteile des neuen Spiele-Herstellers Activision Blizzard übernimmt und dazu die 8,1 Milliarden US-Dollar schwere Tochter Vivendi Games einbringt sowie außerdem 1,7 Milliarden US-Dollar in bar zahlt. Um Investoren zu beeindrucken, müsse sich der neue Marktführer besonders gegen den Hauptrivalen Electronic Arts behaupten, schreibt das US-Blatt. Dabei werde Activision Blizzard – ähnlich wie EA – „reproduzierbare Serien-Hits“ auf den Markt bringen müssen. Während Erlöse aus dem Vivendi-Spielegeschäft fast ausschließlich vom Onlinerollenspiel „World of Warcraft“ stammten, blicke Activision auf ein turbulentes Jahr zurück, in dem das Unternehmen erst im zweiten Quartal in die Gewinnzone gesteuert sei.

„Für beide Parteien ist das Geschäft strategisch sinnvoll“, begrüßt die » Financial Times Deutschland den Zusammenschluss. Activision fehlten ein erfolgreiches Onlinerollenspiel und eine größere Präsenz in Asien – was durch „World of Warcraft“ jetzt gegeben sei; Vivendi Games wiederum habe sich als Konzerntochter schwer damit getan, sich gegen reine Computerspielverleger und die Angebote von Konsolenherstellern durchzusetzen. Die Fusion treffe den US-Konkurrenten Electronic Arts indes zu einem ungünstigen Zeitpunkt: Der bisher weltgrößte Spielehersteller stecke in einer Phase der Neuorientierung. „Während Vivendis Spielesparte mit ,World of Warcraft’ eines der erfolgreichsten Onlinerollenspiele entwickelte, das zig Millionen in die Vivendi-Kassen spült, kämpft EA mit sinkenden Gewinnen und stagnierenden Umsätzen“, analysiert die FTD.

Zukunft von RWE

Im Interview mit dem Spiegel erklärt RWE-Chef Jürgen Großmann, inwiefern der Stromkonzern vor einem „tiefgreifenden Umbruch“ stehe. „Der Konzern steht in einer reichen Erntephase. Nun muss eine Neubau-Ära beginnen. Aber das dauert“, so Großmann. Hintergrund: Niemand wolle mehr in seiner Nachbarschaft ein Kraftwerk stehen haben. „Die Deutschen haben eine Aversion gegen Großtechnik. Und die Politik macht zu wenig die Richtung klar, in die wir marschieren sollen“, kritisiert der RWE-Chef. Sollte die Stimmung weiterhin gegen neue Großkraftwerke sein, müsse RWE stärker im Ausland investieren. „Unsere Kompetenz in puncto Kohle- und Kernkraftwerke will ich erhalten“, kündigt Großmann an. Ein „doppelter Ausstieg aus Kernkraft und Kohle“ sei unmöglich. „Wir müssten unseren Gasimport um 50 Prozent erhöhen. Mit erneuerbaren Quellen wie Wind ist das nicht auszugleichen.“

Neue Belastungen für LBBW

Die » Wirtschaftswoche analysiert die Krise der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW). Die am vergangenen Donnerstag bekanntgegebenen Belastungen durch die Krise auf den Finanzmärkten in Höhe von 800 Millionen Euro seien erst der Anfang. Auf rund 30 Milliarden Euro summierten sich die Kreditverbriefungen, die die LBBW halte und für die es kaum einen Markt gebe, nachdem das Geschäft mit riskanten Immobilienkrediten in den USA zusammengebrochen sei. Jetzt sei eine Übernahme der WestLB praktisch vom Tisch. „Und das, obwohl der Zusammenschluss ein wichtiger Schritt zur Gesundung des überbesetzten Landesbankensektors gewesen wäre“, bedauert die Wiwo. Bei der WestLB werde inzwischen über den Schulterschluss des Instituts mit Sparkassen sowie über einen Einstieg von privaten Investoren sowie einen Börsengang diskutiert.

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