Presseschau vom 30.6.2008: Frühsommer-Blues an der Wall Street

Presseschau vom 30.6.2008
Frühsommer-Blues an der Wall Street

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Korea braucht Stabilität statt Wachstum

Die Korea Times sucht die Verantwortlichen für die wirtschaftliche Talfahrt des Landes, denn die wirtschaftliche Situation sei mit prognostizierten vier Prozent Wachstum sehr wackelig. Einen der Gründe sieht das Blatt in der "armseligen wirtschaftlichen Führung" durch die Regierung, die erst jetzt von der "gedankenlosen ?Wachstum steht an erster Stelle?-Politik zu einer stabilitätsorientierten Politik übergegangen ist." Diese Entscheidung zu treffen sei lebenswichtig gewesen - für die koreanische Wirtschaft und für das Vertrauen der Bürger in ihre Regierung, die das fast zu spät erkannt habe. Als nicht weniger problematisch bezeichnet das Blatt die Rolle der koreanischen Wirtschaftsimperien, die sich nicht an ihr Versprechen gehalten hätten, 100 Milliarden Dollar in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes zu investieren. "Die Koreanische Wirtschaft sollte sich ernsthaft Gedanken machen, ob sie ihrer Verantwortung als gute Mitglieder der wirtschaftlichen Gemeinschaft gerecht wird."

Fundstück: Thomas Middelhoff kann kein Englisch

Über die Englischkenntnisse deutscher Top-Manager macht sich das Heise-Magazin Telepolis lustig. Anlass ist ein Bild, auf dem Thomas Middelhoff vor dem Firmenlogo "Arcandor" zu sehen ist, darunter der Slogan "Committed to create value". Eine Formulierung, die den Regeln der englischen Sprache ziemlich offensichtlich und grob zu widersprechen scheine, laute die Regel in diesem Fall doch "to be committed to doing something". Doch "selbst unterhalb von Middelhoffs Gehaltsklasse wird vor der Presse ständig mit Englisch als angeblicher Umgangssprache geprotzt. Könnte es wirklich sein, dass ein derart hoch bezahlter Manager solch einen Fehler im Slogan nicht bemerkt, wenn er davor steht", fragt sich das Magazin. Eine möglich Antwort gebe ein britischer Muttersprachler beim Online-Wörterbuch Leo: "To be committed" könne auch "in Gewahrsam genommen werden" bedeuten, womit der Arcandor-Slogan einen vollkommen neuen Sinn ergebe, nämlich "ins Irrenhaus eingeliefert, um Wert zu schaffen".

Für Handelsblatt.com zusammengestellt von www.ecolot.de.

Mitarbeit: Kerstin Herrn, Florian Käfer.

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