Presseschau vom 6.9.2007
Keiner mag den neuen BDI-Chef

Nach der dritten Rückrufaktion von Mattel besichtigt die internationale Wirtschaftspresse das Chaos im giftigen Kinderzimmer und kritisiert die chinesische Regierung. Die deutsche Presse vermittelt den klaren Eindruck: Keiner mag den neuen BDI-Chef Schnappauf. Der Telegraph fragt nach der Zukunft von Bloomsbury nach „Harry Potter“. Und die Zeit staunt über die neuen Kunden der Fahrradrikscha-Kulis in London.

Giftiges Spielzeug aus China

Das » Wall Street Journal fragt nach den Folgen des Rückrufs von 775 000 mit giftiger Farbe überzogenen Barbie-Puppen für Mattel. Der erneute Rückruf treffe das Unternehmen mitten in einer Restrukturierungsphase, die zum Ziel habe, die Sicherheitsprobleme abzustellen. Seit dem ersten Rückruf im August habe die Aktie sieben Prozent eingebüßt; verglichen mit dem 52-Wochen-Hoch im April habe das Wertpapier sogar 27 Prozent an Wert verloren. Ungünstig sei der Zeitpunkt außerdem, weil in den USA die Feriensaison bevorstehe, in der Kinder ihre Wunschzettel aufstellten – Barbie und Fisher Price seien bislang die Marken mit dem größten Konsumentenvertrauen gewesen.

» The Age aus Australien kritisiert die doppelzüngige Haltung der chinesischen Regierung. Einerseits habe Peking die größte PR-Aktion seit dem Ausbruch von Sars begonnen. Diplomaten und Regierungsvertreter zeigten sich betont offen und hielten Pressekonferenzen ab, in denen der „spezielle Krieg“ gegen Produkte mit schlechter Qualität ausgerufen werde – aus Furcht vor einem Imageschaden im Vorfeld der Olympischen Spiele 2008. Andererseits schotte sich Peking immer häufiger ab. In der vergangenen Woche habe die Regierung Importe von hölzernem Verpackungsmaterial aus den USA gestoppt. Das Material sei „mit Würmern und anderen Kreaturen“ kontaminiert, so die Begründung. Zuvor seien Produkte aus Indonesien, Südkorea, Deutschland, Frankreich und Spanien abgewiesen worden.

Die » Süddeutsche Zeitung schreibt über die Reaktionen von EU-Politikern auf die giftigen Spielzeuge. So habe Industriekommissar Günter Verheugen angeregt, dass die Hersteller künftig alle Prototypen von Spielsachen für den EU-Markt von einer dritten Stelle wie etwa dem TÜV prüfen lassen müssten. Dadurch werde das Spielzeug allerdings erheblich teurer. Außerdem berichten die Münchner, dass sich Mattel den US-Kontrollbehörden verweigere.

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