Presseschau: Was, wenn Spanien außer Kontrolle gerät?

Presseschau
Was, wenn Spanien außer Kontrolle gerät?

Ministerpräsident Mariano Rajoy peitscht zwar ein Sparvorhaben nach dem anderen durch. Doch die Sorgen auf den Finanzmärkten halten an. Die Medien spielen eine Eskalation der Krise in Spanien durch. Die Presseschau.
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DüsseldorfSpanien rückt in der europäischen Finanzkrise immer stärker in den Mittelpunkt. Die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy (Foto) verkündet ein Sparvorhaben nach dem anderen, aber die Nervosität und die Sorgen auf den Finanzmärkten halten unvermindert an. Die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Euro-Zone wird das Gespenst einer möglichen internationalen Rettungsaktion nicht los (Handelsblatt).

Die Krise in der EU sei nicht nur nicht vom Tisch, kommentiert das Wall Street Journal, vielmehr nehme sie einen immer größeren Teil des Tisches ein. Griechenland sei weltweit Nummer 32 nach dem Bruttoinlandsprodukt, Spanien Nummer 12 – und Italien Nummer acht. „Sollten Spanien und Italien außer Kontrolle geraten, dann wäre Griechenland für Spanien und Italien, was Bear Stearns im Vergleich zu Lehman war“. 

Die britische Financial Times zitiert den spanischen Zentralbanken-Chef Miguel Angel Fernández Ordóñez, der gestern erklärt habe, dass spanische Banken bei einer Verschlechterung de Wirtschaft zusätzliches Eigenkapital benötigten. Dabei verglich er die Bemühungen, den Finanzsektor zu reformieren, damit, einen „zweifachen Job auf einem Schiff in Not zu erledigen – während man die Evakuierung der Passagiere anordnet, muss man außerdem die Rettungsbote reparieren.“ Dagegen sorgten sich Beamte der EU stärker um den angeschlagenen Haushalt der Regierung und die Verschuldung der 17 autonomen Regionen in Spanien, schreibt die Financial Times.

Kommentare zu " Presseschau: Was, wenn Spanien außer Kontrolle gerät?"

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  • "Hey, mir geht´s saugut, ich bin bärenstark", sagte der Kokser, bevor er völlig aus den Latschen kippte.

  • Wenn Spanien außer Kontrolle gerät is "game over"! Es wird auch Zeit, dass die richtigen Schritte in Richtung unserer Nationalwährung unternommen werden.
    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

  • Spainen hat doch das gleiche Problem wie Griechenland. Überschuldung und gefälschte Zahlen. Das geliehene Geld ist zum größten Teil auf die Privatkonten der oberen Zehntausend versickert (sehr hohe Gehälter) und mit Hilfe der EUdSSR wurde ausreichend Zeit gewonnen, um das Geld ins Ausland (z.B. die Schweiz) zu schaffen. Gleicher Ablauf wie in Griechenland.

    Wer diese reichen Betrüger davonkommen lässt und mit Veruntreuung deutscher Steuergelder das Problem lösen will, ist ebenfalls ein Betrüger und Verbrecher.

    Dazu kommt das Problem, dass die Südländer wegen der Schulden im privaten und öffentlichen Bereich weiterhin ein SEHR hohes Interesse an einer möglichst hohen Inflation des Euro haben werden (dazu Stimmenmehrheit in der EZB). Pech für diejenigen, die eine Lebensversicherung oder einen Sparvertrag haben und da nicht ohne Verluste raus können. Sparen in einer Weichwährung geht nicht! Das wird ein Minusgeschäft.

    Das alles haben die Engländer bereits begriffen und sind aus der EUdSSR ausgestiegen.

    Aber die Südländer wollen den illegalen ESM einführen, um weiter zu schmarotzen. Die CDU träumt weiter von einer EUdSSR und vernichtet nebenbei alle Sparguthaben auf den Konten.

    Aber es gibt einen Lichtblick. Man muß ja nicht in Euro sparen, sondern einer anderen Währung, Aktien und Edelmetalle. Dadurch kann man sich der durch die EZB gewollten Inflation entziehen.

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