Presseschau
„Weiterer Schuldenschnitt zerstört System“

Nach dem fertig geschnürten zweiten Hilfspaket für Griechenland verspüren die Medien einen „Kater nach dem Schuldenschnitt“. Die Angst vor der Eskalation der Krise in Spanien, Irland und Portugal wächst. Die Presseschau.

Das zweite Hilfspaket an Griechenland von 130 Milliarden Euro ist nach monatelangen Verhandlungen unter Dach und Fach. Das bestätigte Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker laut Handelsblatt am Montagabend nach Beratungen in Brüssel. Zuvor hatte Griechenland den Anleihentausch im Wert 177,2 Milliarden Dollar abgeschlossen. Damit erreichte die Beteiligung der privaten Gläubiger eine Beteiligung von 96 Prozent.

Das Handelsblatt verspürt einen „Kater nach dem Schuldenschnitt“: Jetzt stünden Klagen gegen den griechischen Staat bevor, doch diese dürften aussichtlos sein. „Deswegen werden viele Anleger versuchen, sich an den Banken schadlos zu halten - und sie wegen Falschberatung verklagen“, erwarten die Düsseldorfer. Fazit: Die Kopfschmerzen bekämen die Kleinanleger oder die Banken.

Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)  fordert nach der größten Staatsumschuldung aller Zeiten, dass der „freiwillig erzwungene“ Haircut Griechenlands eine einmalige Ausnahme bleiben müsse. Bei Forderungsverzichten für spanische oder italienische Gläubiger drohe ein Ende des deutschen oder europäischen Bankensystems, zitiert die Börsen-Zeitung BVR-Präsident Uwe Fröhlich.

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