Pressestimmen
Jack Bauers härtester Gegner

Die internationale Presse fragt weiterhin nach den Folgen der Turbulenzen an den Finanzmärkten, während deutsche Zeitungen über einen Verkauf der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB spekulieren. Das Fundstück kommt von der Washington Post: Serienheld Jack Bauer („24“) bekommt es mit seinem härtesten Gegner zu tun.

Finanzmärkte

Die Turbulenzen an den Finanzmärkten beschäftigen nach wie vor die internationale Presse.

Zwar sei die Weltwirtschaft stark und könne kleinere Erschütterungen ausgleichen, meint die Londoner » Times. "Die Turbulenzen zeigen uns aber, dass alle guten Dinge ein Ende haben." Eine Abkühlung der globalen Wirtschaft sei überfällig, eine Rezession in den USA wahrscheinlich. Auch in Großbritannien könnten die Auswirkungen der Krise gravierend sein, da besonders Finanz- und Business-Dienstleistungen (wie Architekten, Werber, Immobilienmakler) die Wirtschaft ankurbelten - das Wachstum beider Bereiche sei vor der Krise drei bis vier Mal größer gewesen als das des gesamten britischen Wirtschaftssystems. Fazit: "Die Wirtschaft wird weltweit an Schwung verlieren."

Optimistischer beurteilt die Neue Zürcher Zeitung die gegenwärtige Krise als ein "Dampfablassen". Die Turbulenzen seien "nicht nur schlecht", da sie nach der Überhitzung der vergangenen Jahre wieder zu einem größeren Realismus führten. "Im historischen Langzeitvergleich sind die Risikoaufschläge noch immer niedrig. Ein Schutzschild ist ferner die robuste Konjunktur. In den letzten fünf Jahren haben die Unternehmen hohe Gewinne erwirtschaftet und besitzen nun viel Geld. Sie sind deshalb mehrheitlich nicht zur Kapitalaufnahme gezwungen, wenn die Konditionen nicht stimmen", schreiben die Schweizer.

IKB Deutsche Industriebank

In den deutschen Blättern steht ein möglicher Verkauf der in Schieflage geratenen Mittelstandsbank IKB im Mittelpunkt.

Die » Financial Times Deutschland glaubt, dass um die Mittelstandsbank ein munteres Wettbieten ausbrechen wird. "Je nachdem, wer die Risiken trägt, könnte die IKB ein Schnäppchen sein: Sie kostet an der Börse nur noch 1,1 Mrd. Euro, nach 2,63 Mrd. Euro Ende 2006", schreibt die FTD. Bereits in den vergangenen Jahren hätten Deutsche Bank und Commerzbank Interesse an dem 38-Prozent-Anteil der KfW-Gruppe angemeldet. Weitere Interessenten dürften HypoVereinsbank und DZ-Bank sein.

Die » Frankfurter Allgemeine ist gespannt, "welche Schachzüge die an der Rettung beteiligten Banken und die Bundesregierung aushecken, um einen Verkauf am Markt zu umgehen." Bekomme die Commerzbank die IKB, werde die Deutsche Bank auch etwas fordern - das interessanteste Objekt sei die Postbank. "Wer weiß, womöglich ordnet die Krise der IKB die deutsche Bankenlandschaft neu."

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