Sentix Marktradar
Anleger senken Aktienquote

Die Anleger setzen wieder mehr auf Sicherheit und senken ihre Aktienquoten. Die Griechenlandkrise ist noch längst nicht ausgestanden und auch von der Konjunktur drohen neue Risiken.
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Seit vielen Wochen signalisieren die mittelfristigen Anlegererwartungen zum Aktienmarkt eine Gewinnmitnahmebereitschaft, die sich durch die Entwicklungen an den Märkten hartnäckig hält.

Diese hat sich nun in den Anlegerportfolios materialisiert, was sich in den monatlichen Sentix-Aktieninvestitionsgraden klar identifizieren lässt.. Kasse machen“ war sowohl bei den Institutionellen wie auch bei den Privatanleger oberstes Gebot.

Die durchschnittliche Aktienquote der Investmentprofis sank von 76,4% auf 72%. Die Kennzahl gibt an, wie hoch die Anleger zu ihrer Benchmark investiert sind. Bei den Privatanleger reduzierte sich die durchschnittliche Quote von 43,8 Prozent im Mai auf 40,0 Prozent im Juni.

Auch wenn im Anlegersentiment noch keinerlei Angst zu messen ist, so reagieren die Investoren auf die unsichere politische Lage rund um die Solvenzprobleme einiger Staaten, allen voran Griechenlands.

Aber auch die Warnsignale aus der Konjunkturfront spielen hierbei eine wichtige Rolle, wobei noch erheblicher Anpassungs-Spielraum zu den Quoten vorhanden ist, die in den Stressphasen der Jahre 2003 und 2008 an den Aktienmärkten gehalten wurde. Vielmehr wurde durch die jüngsten Verkäufe eine Portfolioanpassungen an den langjährigen statistischer Durchschnitt erreicht.

Umgekehrt sieht es in den Rentenportfolios aus. Nachdem wir im ersten Quartal 2011 in den sentix-Daten noch eine Rekord-Unterinvestierung von Anleihen messen konnten, wurde aufgrund des aufkommenden Performance-Drucks im Rentenbereich die short-Positionierung bei langlaufenden Anleihen deutlich abgebaut. Hier halten die institutionellen Anleger nunmehr neutrale Quoten, was auch ihrer grundsätzlichen mittelfristigen Erwartung an die Anleihen entspricht.

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