Sentix Marktradar
Bei Gold hört die Liebe auf

Die Nerven der Gold-Bullen liegen blank. Das zumindest lassen die Reaktionen auf die jüngste Sentix-Analyse erahnen. Von Problemen wollen die Fans des Edelmetalls nichts hören – doch Leugnen bringt nichts.
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DüsseldorfDie Wahrheit ist manchmal schwer zu ertragen. Dennoch gehört sie hierhin und sie lautet so: Die Goldparty ist erst einmal vorbei. Mit dem Preis für das gelbe Edelmetall geht es seit Monaten abwärts, mal schneller und mal langsamer.

Das Grundvertrauen der Investoren ist schwach, die kurzfristigen Markterwartungen sind mau. Das ist das Ergebnis des aktuellen Sentix Marktradars – keine Veränderung zur Vorwoche also. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 private und institutionelle Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börse.

Die Gold-Bullen wollen davon aber nichts hören. Was die Sentiment-Experten aus ihren Umfragedaten ablesen, stößt bei den Anhängern des edelsten der Metalle auf völliges Unverständnis. „Offensichtlich haben wir mit unserer Analyse bei den Gold-Bullen einen Nerv getroffen“, sagt Sentix-Experte Manfred Hübner. Wütende Kommentare, teilweise sogar Beschimpfungen und wilde Verschwörungstheorien waren unter dem jüngsten Artikel auf Handelsblatt Online zu lesen. „Gold löst heftige Emotionen aus“, so der Experte für Börsenpsychologie. „Wer sich einmal in Gold verliebt hat, der lässt es so schnell nicht mehr los.“

Daran ändern auch harte Fakten nichts. Fast 20 Prozent hat der Goldpreis seit Jahresbeginn eingebüßt, er notiert mittlerweile fast 30 Prozent unter dem Rekordhoch von 1.921,15 Dollar aus dem September 2011. Obwohl sich Gold von seinem Tief bei 1.322 Dollar etwas erholt hat und seitwärts pendelt, gilt: „An der negativen Haltung der Anleger hat sich auch in dieser Woche nichts geändert“, sagt Hübner.

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Leugnen hilft nicht

Kommentare zu " Sentix Marktradar: Bei Gold hört die Liebe auf"

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  • Welche Schlüsse kann man aus einer Menge von weniger als 100 Kommentaren zum Thema Gold in den letzten Wochen im HB sowie den 4000 befragten Investoren bei Sentix über den mittel- bis langfristigen Verlauf des Goldpreises ziehen? Gleichbedeutend mit der Frage: Welchen Anteil haben diese in Summe an den gesamten Goldpositionen -ob long ob short- dieser Welt? Wahrscheinlich einen, der beim Runden auf die zweite Nachkommastelle verschwindet.

    Das Ganze ist einfach nur PR für den Anbieter Sentix. Je emotionaler von den Kommentatoren argumentiert wird, desto besser für dessen Bekanntheitsgrad. Sentix will schliesslich seine Informationsangebote verkaufen. Eigene Vermarktung ist ja prinzipiell nicht verwerflich, man sollte sich als Anleger dieser Dinge nur bewusst sein.

    Aber ob man nun in Gold investiert bzw. investiert bleiben soll oder nicht sollte man besser von Fundamentaldaten abhängig machen. Die durchschnittlichen Produktionkosten der Goldminen für eine Unze Gold liegen beispielsweise derzeit mehr als 10% über dem Marktpreis.


  • Diese vollkommenen Idioten kaufen nicht nur gierig Gold , nein, sie kopieren binnen kurzer Zeit ( 1 Stunde ) alle vertraulichen Hight-Tech-Entwicklungsblaupausen BEIEINEM Deutschen Herstellerzweigwerk in China ...

    Die sind doch doof, sie könnten doch auch die Maschinen mit deutscher Hilfe/unter germanischer Ägide weiterhin in China ( grosse bruder-Partnerschaft ) herstellen. Warum machen die das ?

    Leut, wird werden gewaltig vergewaltigt. Politik und hiesige Presse hebt uns noch dankbar aufs Bett.

  • Sehr richtig.
    Deshalb werden bald die Asiaten bei Wirtschaft und Finanzen bestimmen, wohin die Reise der Erdkugel geht.
    Und die westlichen Investoren werden als das dastehen, was sie sind: Arrogante, übersättigte Vollidioten.

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