Sentix Marktradar

Die Stimmung an der Börse kippt

Die Italien-Wahl wirkt nach. Die Verunsicherung der Investoren steigt. Und zugleich sinkt ihre Zuversicht, dass es mittelfristig mit den Börsen weiter aufwärts geht. Gewinnmitnahmen werden wahrscheinlicher.
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Ein Händler an der Frankfurter Börse: Die Italien-Wahl hat Spuren hinterlassen. Quelle: dpa

Ein Händler an der Frankfurter Börse: Die Italien-Wahl hat Spuren hinterlassen.

(Foto: dpa)

DüsseldorfItalien hat gewählt und die Ratlosigkeit auf dem Parkett ist erst einmal groß.  Silvio Berlusconi ist zurück, allerdings reicht es nur zum Patt, den großen Sieg schafft er nicht. „Clowns“ hätten die Italiener gewählt, verkündet SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.

Doch den Börsianern vergeht das Lachen. Vor allem das südeuropäische Land selbst wird unmittelbar nach der Wahl an den Aktien- und Rentenmärkten abgestraft. Aber auch der Dax muss einen Rücksetzer wegstecken, wenn auch einen verkraftbaren.

„Doch der Schaden ist da und der Ausgang der Italien-Wahl drückt auf die Stimmung der Anleger“, sagt Patrick Hussy von Sentix. Das Analysehaus befragt wöchentlich mehr als 4.000 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer. „Stimmung dreht“, analysiert Hussy die aktuelle Umfrage vom Wochenende.

Die mittelfristigen Erwartungen der Anleger sind längst nicht mehr so positiv wie noch vor einer Woche. „Nun müssen wir abwarten, ob sich dieser Trend festsetzt oder das nur eine vorübergehende Flaute ist“, so Hussy. Er ist allerdings relativ optimistisch, denn ein Bullenüberhang von 33 Prozent sei immer noch eine stolze Quote.

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6 Kommentare zu "Sentix Marktradar: Die Stimmung an der Börse kippt"

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  • Wen interessiert dieser kurzfristige Indikator? Für mich entwickelt sich das Handelsblatt gerade zur reinen Apotheken-Umschau für Trader.

  • Nach dem unausweichlichen Weltfinanzcrash, wird es keine Börsen und Spekulaten mehr geben!

  • Leider lebt es sich selbst dort auch recht passabel - vielleicht einsam - mit dem "verdienten" Vermögen.

  • Ich finde es im hohen Maße unglaubwürdig und journalistisch unter aller Kanone, wenn Frau Schwarzer einerseits öffentlich ihr Musterdepot führt - sich also als Anlegerin im Markt versucht - und andererseits marktbewegende Berichterstattung betreibt.
    Eines von beiden: ja - aber bitte nicht beides zugleich.

    Noch wesentlich problematischer ist es dann, wenn zugleich auch noch ein kommerzieller Marktbeobachter wie Sentix in die Berichterstattung einfliesst - perfekte Kommerzialisierung der Berichterstattung, von der dann nur noch ein extremer Tölpel annehmen dürfte, sie sei neutral und an offener Information interessiert.

    Mit den Moralvorstellungen, für die das Handelsblatt ja sonst immer sehr gerne eintritt, wenn es um die Bewertung der Geschäftspraktiken ANDERER geht, hat das absolut nichts zu tun, ja es konterkariert sie öffentlich.
    Unterste Schublade...

  • Stimmung kippt " Investoren" verunsichert ??? Oh Gott, die Juppis bekommen das Fracksausen. Denn was koennen die Boersianer schon ausser Roulette spielen. (...). Dann muessten diese arbeiten, aber das koennen die nicht. Das arrogante Foren Geschwaetz wuerde dann verstummen. Na los kauft Aktien Gold Oel Platin, Nahrungsmittel, verspekuliert euch und verschwindet. (...)


    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • http://www.rottmeyer.de/wann-kommt-der-flash-crash-2-0/

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