Sentix Marktradar: Freie Fahrt für den Euro

Sentix Marktradar
Freie Fahrt für den Euro

Der Euro ist zu Wochenbeginn auf ein neues Elf-Monats-Hoch gegenüber dem US-Dollar gestiegen. Experten rechnen mit weiteren Kursgewinnen, denn die Stimmung der Anleger ist gut. Nächstes Kursziel: 1,50 US-Dollar.

DüsseldorfDer Euro-Raum ächzt noch immer unter der Schuldenkrise der südeuropäischen Länder. Die Schieflage von Griechenland, Portugal, Spanien oder Italien hat in den vergangenen Jahren auch auf der europäischen Einheitswährung gelastet. Bis auf 1,20 US-Dollar war der Euro im vergangenen Sommer abgestürzt.

Doch mit der Ankündigung Mario Draghis, die Europäische Zentralbank (EZB) würde alles tun, um den Euro zu retten, drehte die Stimmung. Fast zehn Prozent hat der Euro gegenüber dem US-Dollar seither zugelegt.

Und die Anleger an den Finanzmärkten sind weiter zuversichtlich: Der Euro ist zu Wochenbeginn auf ein Elf-Monats-Hoch von 1,3403 Dollar gestiegen. Seitdem EZB-Präsident Draghi am vergangenen Donnerstag einen optimistischeren Ton zur konjunkturellen Entwicklung angeschlagen hat, ist die Gemeinschaftswährung kaum noch zu bremsen. Die meisten Investoren gehen davon aus, dass eine Zinssenkung zur Ankurbelung der Wirtschaft vorerst vom Tisch ist – der Euro kommt seit Mittwoch auf ein Plus von gut dreieinhalb US-Cent.

Es sind sogar noch weitere Kurssteigerungen möglich, denn die Anleger sind mittelfristig für die Gemeinschaftswährung äußerst positiv gestimmt. „Für den Euro beginnt das Jahr verheißungsvoll“, sagt Patrick Hussy von Sentix. „Die Grundstimmung der Anleger hat sich deutlich verbessert.“ Das Analysehaus Sentix befragt wöchentlich mehr als 3.800 institutionelle und private Investoren und liefert so einen Einblick in die Psychologie der Börsianer.

„Der Weg in Richtung 1,40 Dollar ist somit frei“, so Hussy. Mehr sogar noch. Im Laufe des Jahres hält der Experte einen Anstieg auf 1,50 Dollar für möglich. „Der Dollar gerät unter Beschluss, davon sind wir überzeugt. Das lässt sich auch aus den jüngsten Daten des Sentix Marktradars ablesen.“ Rückenwind bekomme der Euro durch die Zinsdifferenz von zweijährigen Bundesanleihen und US-Treasuries, die sich pro Euro entwickeln würden.

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Freie Fahrt für den Euro

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Auch andere Währungen schwächeln

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